Huawei-Smartphones sollen WhatsApp, Instagram und Co. weiter unterstützen

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Die Apps von Facebook könnt ihr auch künftig auf Huawei-Smartphones nutzen
Die Apps von Facebook könnt ihr auch künftig auf Huawei-Smartphones nutzen(© 2019 Huawei)

Nicht nur die Zukunft von Android auf Huawei-Smartphones ist ungewiss. Facebook untersagt derzeit die Vorinstallation seiner Apps auf Geräten des Herstellers. Davon sind auch Instagram und WhatsApp betroffen. Das hört sich allerdings nur im ersten Moment dramatisch an.

Die Situation hat Nutzer von Huawei-Smartphones offenbar stark verunsichert. Gegenüber Android Authority äußerte sich der Hersteller daher nun zu dem Thema. Besitzer bereits erschienener Geräte werden Facebook (Messenger), Instagram und WhatsApp weiterhin normal verwenden können. Alle vor dem 16. Mai 2019 ausgelieferten Smartphones haben die Apps zum Teil ab Werk vorinstalliert. Handys des Herstellers, die später ausgeliefert worden sind, müssen ebenso nicht auf die Anwendungen verzichten.

WhatsApp und Co. bleiben euch erhalten

Besitzer neuer Huawei-Smartphones können WhatsApp und Co. weiterhin problemlos herunterladen, so der Hersteller. Selbst wenn euer Handy also ohne vorinstallierte Facebook-Apps kommt, könnt ihr diese nachträglich downloaden. Aktuell ist dies nach wie vor über den Google Play Store möglich. Huawei möchte sicherstellen, dass "Kunden wissen, dass [die Entscheidung von Facebook] keinen Einfluss auf existierende Geräte hat."

Ob Huawei-Smartphones auch künftig auf den Play Store zugreifen können, ist unklar. Daher ruft das Unternehmen Entwickler aktuell dazu auf, ihre Anwendungen in der AppGallery anzubieten. Dabei handelt es sich um Huaweis hauseigenen App-Store. Laut XDA Developers sollen unter anderem die 350 Millionen Smartphones als Anreiz dienen, die der Hersteller 2018 verkauft hat. Außerdem verspreche das Unternehmen seine Unterstützung und die kostenlose Aufnahme in die eigene Entwickler-Community.

Die von der US-Regierung gewährte Schonfrist endet Mitte August 2019. Sollten die Fronten zwischen den USA und China verhärtet bleiben, würde die Android-Sperre wohl wieder in Kraft treten. Daher hat Huawei vorgesorgt. Mit Oak OS steht ein hauseigenes Betriebssystem in den Startlöchern. Es soll Android-Apps unterstützen, sofern Entwickler die nötigen Anpassungen dafür an ihren Anwendungen vornehmen. Dann könnten die Programme sogar deutlich schneller laufen als unter Android, hieß es zuletzt.


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