Hürde genommen: EU stimmt Apples Beats-Übernahme zu

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Der Weg für "Beats by Apple" ist so gut wie frei
Der Weg für "Beats by Apple" ist so gut wie frei(© 2014 CURVED)

Was wurde die größte Übernahme in Apples Unternehmensgeschichte heiß diskutiert, noch ehe es überhaupt eine Bestätigung gab – die zudem recht ungewöhnlich ausfiel. Auch in der Europäischen Kommission wurde der bereits im Mai in die Wege geleitete Zusammenschluss debattiert und nun auch durchgewunken. Nach den EU-Regulierern fehlt nun nur noch der Segen der USA.

Mit der Zustimmung der Europäischen Kommission ist der drei Milliarden Dollar schwere Übernahme-Deal fast in trockenen Tüchern. In dem am Montag veröffentlichten EU-Statement heißt es, die zuständigen Kommissare sehen den kombinierten Marktanteil von Apple und Beats Electronics als gering genug an, als dass die Übernahme den Wettbewerb auf den beiden betreffenden Marktsegmenten gefährden würde.

Die EU schätzt die direkten Auswirkungen der Übernahme als gering ein

Zwar haben beide Unternehmen Kopfhörer in ihrem Angebot, sind aufgrund ihrer jeweiligen Eigenarten in Design und Funktion aber keine direkten Konkurrenten in dieser Produktsparte. Zudem bleiben auch nach dem Deal noch genügend weltweit agierende Mitbewerber – die EU-Meldung nennt namentlich Sennheiser, Sony und Bose als Beispiele, letzterer geht aktuell übrigens wegen Patentverletzungen gegen Beats vor.

Auch das zweite Geschäftsgebiet von Apples jetzt beinahe-Tochter Beats hält die Europäische Kommission aus Wettbewerbssicht für unbedenklich, zumal der Streaming-Dienst Beats Music bislang ausschließlich in den USA und Australien angeboten wird. Apple verfügt im Rahmen von iTunes längst über eine eigene Initiative in diesem Bereich. Zudem sehen die Kommissare in der Fusion auch keinen Anlass, dass Apple seine iOS-Plattform für die Angebote von Konkurrenten wie Spotify oder Deezer verschließen könnte.


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