Hydra: Wie gut ist die 32-Megapixel-Foto-App für iOS?

Naja !17
Hydra-App für iOS: HDR, Low-Light-Modus und 32-Megapixel-Fotos
Hydra-App für iOS: HDR, Low-Light-Modus und 32-Megapixel-Fotos(© 2015 CURVED Montage)

Es gibt eine neue Kamera-App im iTunes Store, die perfekte Bilder mit satten 32 Megapixeln anpreist. Aber wie gut ist dann noch die Bildqualität?  

Wie geht das eigentlich, dass eine App aus der 8-Megapixel-Kamera eines iPhone 5s, iPhone 6 oder 6 Plus Fotos mit 32 Megapixeln generiert? Die magische Formel liegt in der Mehrfachaufnahme eines Bildes mit der 8-Megapixel-Kamera, aus der die App mittels Algorithmen ein Bild mit wesentlich höherer Auflösung errechnet. Hier liegt aber auch gleich die große Schwäche von Hydra. Da die Software bis zu 50 Einzelbilder benötigt, um ein hochauflösendes Bild mit maximal 32 Megapixeln zu berechnen, sollte man sich auch während der Aufnahme nicht bewegen. Minimale Bewegungen der unruhigen Hand kann die App noch ausgleichen, aber größeres Zittern quittiert sie mit einer Fehlermeldung.

Maximale Bildauflösung nur für Stillleben

Auch bei der Auswahl des zu fotografierenden Motivs sollte man die Mehrfachaufnahme der Hydra App bedenken. Bewegungen im Bild werden als verwischte Objekte dargestellt. Das Optimum erreicht man, wenn man das iPhone auf einem Stativ befestigt und dann ein Stillleben aufnimmt. Das Resultat ist ein Foto ohne Artefakte und ohne verschwommene Objekte im Bild.

Neben der Möglichkeit, Fotos mit 32 Megapixel-Auflösung zu schießen, besitzt die Hydra-App noch weitere Modi:

  • Low-Light-Modus: Dieser Modus ist für schlechte Lichtverhältnisse optimiert. Bilder können hier mit 3, 8 oder 12 Megapixeln geschossen werden. Auch hier werden wieder mehrere Bilder zu einem großen Foto zusammengerechnet.
  • Video-HDR-Modus: ähnlich wie der HDR-Modus für Fotos, nur eben für Videos. Viele Einstellungsmöglichkeiten hat man hier nicht, nur die Intensität des HDR-Effektes (niedrig und hoch) und die Videoauflösung (720p und 1080p) lassen sich einstellen.
  • Zoom-Modus: Auch in diesem Modus nutzt die App wieder Mehrfachaufnahmen, um eine Vergrößerung des Bildausschnittes zu erzeugen.

Fazit

Hydra ist eine interessante Kamera-App für iPhones und iPads mit mindestens iOS 8.1, die dank Mehrfachaufnahmen Bilder mit höherer Auflösung generiert. Durch die Mehrfachaufnahmen ergibt sich auch ein natürlicher Feind der App: Bewegungen jeglicher Art, seien es die des Fotografen oder der zu fotografierenden Objekte, sind des hochauflösenden Fotos Tod. Entweder die App stoppt selbstständig die Aufnahme oder das Bild sieht einfach schrecklich aus.

Für 2,99 Euro bekommt Ihr zwar eine App, die im Optimalfall schöne Bilder mit 32 Megapixeln Auflösung schießt. Für den normalen Smartphone-Fotografen ist diese Anwendung aber nur bedingt empfehlenswert, da die Technik mit Mehrfachaufnahmen eine extrem ruhige Hand oder ein Stativ voraussetzt. Außerdem stürzte die App auf meinem iPhone 6 Plus noch mehrfach ab.


Weitere Artikel zum Thema
Digi­tal Detox auf Insta­gram: So soll die neue Selbst­kon­trolle funk­tio­nie­ren
Francis Lido
Auf Instagram lässt sich viel Zeit verbringen
Instagram will exzessive Nutzung verhindern. Zu einem Kontrollmechanismus sollen nun neue Details bekannt sein.
iOS: Apple Maps und Face­book Messen­ger funk­tio­nie­ren wieder
Francis Lido1
Apple Maps ist wieder erreichbar
Apple Maps war stundenlang down, der Facebook Messenger stürzte unter iOS ab. Beide Probleme sind nun behoben.
iPhone mit Triple-Kamera soll erst 2019 kommen
Christoph Lübben4
Das erste Smartphone mit Triple-Kamera ist das Huawei P20 Pro
Wird 2018 doch kein iPhone mit Triple-Kamera erscheinen? Drei Linsen sollen laut einem Zulieferer erst 2019 zum Trend werden.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.