Hype-App Musical.ly: Da steckt Musik drin

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musical.ly App
musical.ly App(© 2016 CURVED)

Der Name bei Musical.ly ist Programm. Es geht allerdings nicht nur um Musicals im klassischen Sinne, sondern eher grundsätzlich um Musik. Dabei erlaubt die App seinen Nutzern kleine bzw. kurze Videos zu bekannten Songs zu drehen. Das hört sich erst einmal profan an, garantiert allerdings eine Menge Spaß – und das für mehr als eine Person.

Dabei ist die App mittlerweile so erfolgreich, dass sie sogar schon eigene Stars hervorbringt. Sie heißen in einem Sprach-Mix aus "User" und "Music" schlicht "Muser". Die erfolgreichste unter ihnen ist "Baby Ariel" (!) mit 7,75 Millionen Fans. Gerade besonders hoch in der Gunst der anderen Muser sind Liane V mit beispielsweise über 2,33 Millionen Followern oder auch Jahn Lemieux mit 2,22 Millionen. Wie es sich für junge Social-Media-Stars gehört, sind die Muser natürlich längst in allen großen Networks zu Hause.

Die App Musical.ly(© 2016 CURVED)

Einen gewissen Anteil am Erfolg von Musical.ly hat bereits der überzeugende Start in die musikalische App-Welt. Direkt nach dem Download bittet die Applikation darum, dass man sich mit seinem Facebook-Profil anmeldet. Ist man dazu bereit, schlägt einem Muscial.ly gleich alle FB-Freunde vor, die bereits ebenfalls zu den Nutzern des Neulings gehören. So ist schnell der Grundstein für den eigenen Freundeskreis gelegt.

Denn Musical.ly funktioniert nicht nur als App-Spielerei, sondern auch als ein kleines Social-Network, in dem man anderen Mitgliedern folgen kann und einzelne Videos liken und teilen kann.

Direkt danach präsentiert das Netzwerk einige Positiv-Beispiele, wie gelungene Clips aussehen können. Bereits nach den ersten Minuten erliegt ein begeisterungsfähiger Social-Web-Fan dem enthusiastischen Charme dieser DIY-Antwort auf die MTV-Kultur der 90er-Jahre.

Musical.ly(© 2016 CURVED)

Nun zum ersten eigenen Clip: Dazu müssen die Muser nur ein dickes Plus-Symbol am unteren Rand des Displays drücken. Dann stellt die App die Nutzer vor die Wahl, ob man zuerst die Musik auswählen will oder erst einmal das Video aufnehmen. Dazu lassen sich Kategorien wie „Grammys“, aber auch „Deutsche Welle" durchsuchen. Beim Rest ist jeder auf seine eigenen künstlerischen Fähigkeiten angewiesen.

Ist der Clip fertig produziert und veröffentlicht, lässt er sich gleich noch in allen wichtigen Social-Networks teilen. Wobei derzeit vor allem die Verbindung zwischen Musical.ly und Vine besonders angesagt zu sein scheint.

Tatsächlich hat die App alles, um ein Renner zu werden. In den USA gilt das lustige Musik-Video-Angebot schon als der nächste große Hype. So bezeichneten bei einer Befragung des Business Insiders gerade zehn von 60 US-Teenies, Musical.ly als „die spannendste App, die Erwachsene gar nicht kennen“. Die aktuelle Nutzerschaft wird auf 30 bis 50 Millionen geschätzt.

In Deutschland startet die App gerade durch

In Deutschland kletterte Musical.ly im Apple-Store gerade auf Position acht der Download-Charts. Ein Top-Wert für einen noch weitgehend unbekannten Newcomer. Doch dieses Prädikat wird die Applikation nicht mehr lange haben. Es ist jetzt abzusehen, dass das Clip-Network das nächste große Ding wird.

Übrigens: Erfolgreichster Deutscher ist derzeit Lukas Rieger. Der Gewinner von „The Voice Kids“ aus den Jahr 2014, kommt mittlerweile auf bis zu 730.000 Zuschauer seiner Videos – pro Tag.


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