iblazr - LED-Blitz für Smartphones und Tablets

Der mobile LED-Blitz iblazr sucht gerade Unterstützer auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Der mobile Blitz verspricht zehnmal hellere Aufnahmen bei Nacht, als es bisher mit den integrierten Lampen an Smartphones möglich sei, schreiben die Entwickler. Kommen 58.000 US-Dollar zusammen, geht das Projekt in Produktion und das Team kann weiter an der Software arbeiten. Auch Tablet-PC würden dann demnächst einen Blitz bekommen können. Was der LED-Blitz von iblazr kann, möchte ich euch nun zeigen.

Fotografie im Smartphone-Zeitalter

Die Kamera an einem Smartphone ist die meist genutzte Funktion neben dem Telefonieren und das Verschicken von SMS bzw. ähnlichen Nachrichten-Diensten. Wir legen mittlerweile einen besonderen Wert auf eine gute Kamera, die die täglichen Momente in Schnappschüsse verwandelt und teilen diese mit Freunden oder Unbekannten in Netzwerken wie EyeEm oder Instagram. Pixelwahn (siehe Lumia 1020), Frontkamera, 3D-Kamera oder extra Optiken für ein besseres Bild, wir versuchen alles, um das Smartphone noch leistungsfähiger zu machen. Doch gute Fotografien bei schwachen Lichtverhältnissen sind immer noch ein Graus, wenn man die ISO nicht bis zum völligem Rauschen des Bildes hochdrehen will. Neben ansteckbaren Objektiven, Mobile Payment Terminals und vieles mehr, kommt nun der LED-Blitz daher, was als externes Gerät die Qualität der Bilder massiv steigern soll. Im professionellen Umfeld gehören Blitzanlagen zu der Standardausrüstung eines Fotografen. Nun sollen auch Smartphones und Tablets professioneller werden.

Was der Wunderblitz alles kann

Der iblazr hat gerade mal eine Größe von rund 3,2cm x 3 cm, ist flacher als 1cm und wird ohne Probleme an die 3,5mm Klinke eines Android oder iOS fähigen Smartphones oder Tablet PC gesteckt. In der Hosentasche kann dieser jederzeit mitgenommen werden. Ausgerüstet mit einem eigenen Akku, zieht der LED-Blitz keinen Strom vom mobilen Endgerät und schont damit die Akkulaufzeit um ein vielfaches. Das kleine Kraftpaket kommt zwar nur mit vier LED-Lampen daher, hat aber eine größere Lichtstärke (160 Lux) als ein vergleichbarer Blitz mit 12 LED-Lampen. Aufgeladen wird der iblazr mit einem biegsamen USB-Kabel, welches mitgeliefert wird. Um den Blitz nutzen zu können, benötigt man die ein iOS- oder Android-Gerät und die dazugehörige App. Die App ist kostenlos, man bezahlt nur für die Hardware.

Da der iblazr noch nicht auf dem Markt ist, kann man nichts über den offiziellen Preis sagen. Bei Kickstarter bekommt man den Blitz aber schon, wenn man das Projekt mit mindestens 33 US-Dollar (ca. 24,80 Euro) unterstütz. Zahlt man mehr, so bekommt man für 53 US-Dollar den iblazr aus Aluminium, für 99 US-Dollar eine eigene Gravur und für 300 US-Dollar sogar einen eigens gestalteten LED-Blitz mit Logo und Farbe nach Wahl. Wie Leistungsstark der iblazr wirklich ist, kann man bisher nur in Videos (siehe unten) und auf Bildern erkennen. Die Helligkeit, die damit erzielt wird, ist jedoch beeindruckend und könnte bei entsprechender Lebensdauer zu einem Tool werden, was man immer dabei haben möchte. Nach Angaben der Entwickler können mit dem iblazr bis zu 1000 Blitze durchgeführt werden, bis der Akku aufgeladen werden muss. Wer keine Blitz zum Fotografieren haben will, kann die kleine LED-Powerstation auch als gewöhnliche Lampe zum Lesen oder Aufnehmen von Videos nutzen. Selbst zum Zelten ist die LED-Lampe hervorragend geeignet.

Auch für Entwickler und App-Anbieter, ist der iblazr interessant, so lässt sich der Blitz nicht nur mit der eigenen App benutzen, sondern auch andere Apps können Dank der offenen API den iblazr als externes Tool verwenden und synchronisieren.

Fazit

Bis zum 3. September 2013 kann man das Projekt noch unterstützen und sich seinen eigenen kleinen LED-Blitz für das Smartphone bzw. Tablet sichern. Erst vor wenigen Tagen gestartet, ist das Ziel von 58.000 US-Dollar schon fast erreicht. Es ist nicht das erste Projekt, wo versucht wird das Smartphone in ein professionelles Kameraäquivalent umzufunktionieren. Der iPhone-Halter Glif (um beim Drehen von Videos einen besseren Stand zu haben) ist ebenso der Plattform Kickstarter entstanden. Ob es grundlegend Sinn macht das Smartphone oder Tablet in eine Profikamera umzufunktionieren, sei dahingestellt. Menschen, die mit einem Tablet durch die Gegend laufen und Bilder machen, sahen aber schon immer seltsam aus.