IBM baut größtes Speichersystem der Welt

Der IT-Konzern IBM hat für einen Kunden, dessen Name nicht bekannt ist, eines der derzeit größten Speichersysteme der Welt entwickelt.

Verbaut wurden rund 200.000 herkömmliche Festplatten. Diese haben eine Speicherkapazität von ungefähr 120 Petabyte (120 Millionen GB). Dadurch soll die Speicherung von bis zu einer Trillion Dateien möglich sein. Solche komplexen Systeme werden in erster Linie für Wetter- und Klimasimluationen eingesetzt.

Die Entwickler von IBM mussten spezielle Soft- und Hardwaremechanismenentfernen, um die Stabilität des Speichers nicht zu gefährden. Die Racks (Haltevorrichtungen), in denen Festplatten nebeneinander und übereinanderangebracht werden, mussten verbreitert werden. Damit die Platten nicht zu heiß werden, wird mit Wasser gekühlt.
Als Leihe ist das schwer zu verstehen, denn eigentlich schadet Wasser der Technik.

IBM hat bei dem Bau auch auf ein altbewährtes Mittel zurückgegriffen, damit keine Dateien verloren gehen, wenn eine Festplatte ausfällt – was öfters der Fall sein könnte. Wie in einem RAID-System werden die Daten nicht nur auf einer Festplatte gespeichert, sondern auf mehreren. So kann beim Ausfall einer Festplatte nichts passieren.

In wahnsinniger Geschwindigkeit können Dateien aus dem Speichersystem geholt oder hinein gespeist werden. GPFS (General Parallel File System) heißt das Schlüsselwort. Das ist ein Cluster-Dateisystem für AIX-Systeme. Erst im Juli stellte IBM mit GPFS einen Rekord auf: 10 Milliarden Dateien, die in 43 Minuten durchsucht wurden. Solche großen Speichersysteme werden in der Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen, weil Simulationen immer komplexer werden.

Natürlich will man wissen, was ein solcher Speicherkomplex kostet. Dazu habe ich leider keine Angaben gefunden. Ich habe es einfach einmal hochgerechnet und kam auf einen Wert von ca. 18 Millionen Euro.