iCloud bringt Apple vor Gericht

iCloud Communications ist ein bislang wenig bekannter Anbieter von VoIP-Diensten. Das könnte sich für das Unternehmen aus Phoenix, Arizona bald ändern. Denn iCloud Communications sieht die Apples Dienst iCloud seine Markenrechte verletzt und verlangt Schadenersatz.

Im Jahr 2005 wurde iCloud Communications gegründet, seither vermarktet das Unternehmen seine Dienste unter dem Namen iCloud. Letzte Woche. Am 9. Juni 2011, hat iCloud Communications Klage gegen Apple eingereicht. Die Forderung: Apple soll den Namen iCloud nicht weiter verwenden und sämtliche Werbemaßnahmen einstampfen. Außerdem fordert der Voice-over-IP-Dienst Schadenersatz in unbekannter Höhe.

Apple hat bereits Erfahrung mit derartigen Klagen. Denn schon beim iPhone wurde geklagt, damals von Cisco Systems. Der Netzwerkausrüster hatte eine Firma und damit auch ein Produkt mit dem gleichen Namen aufgekauft. Und iCloud Communications nutzt diesen und ähnliche Fälle und zählt eine ganze Reihe von Namenrechtsverletzungen von Apple auf. Umgekehrt klagt Apple derzeit gegen Amazon wegen des Android App Stores des Online-Händlers. Apple ist der Ansicht, dass der App Store ein Begriff ist, der untrennbar zum Konzern aus Cupertino gehört während Amazon (und andere Unternehmen) die Meinung vertreten, dass es sich um einen allgemeinen Begriff handelt.

Apple hat sich bislang nicht zur Klage von iCloud Communications geäußert. Wie der Streit um den Markennamen iCloud ausgehen wird, ist offen. Man darf aber vermuten, dass in diesem Fall der größere Geldbeutel der ausschlaggebende Faktor sein wird.