iCloud-Skandal: Promis wollen 100 Millionen von Google

Google soll für die Verbreitung der gestohlenen Aufnahmen mitverantwortlich sein
Google soll für die Verbreitung der gestohlenen Aufnahmen mitverantwortlich sein(© 2014 CC: Flickr/jasoneppink)

100 Millionen Dollar Schadensersatz wegen aus der iCloud gestohlener Bilder? Ein Anwalt hat sich im Namen von Promis an Google gewendet und diese Summe als Schadensersatz vom Suchmaschinen-Riesen gefordert. Begründet wird dies damit, dass Google nach wie vor auf Seiten verweist, auf denen die gestohlenen Nackt-Selfies der Klienten zu sehen seien.

Es sei nicht bekannt, welche Prominenten der Anwalt Marty Singer vertritt, berichtet Business Insider. Zu den Betroffenen gehören beispielsweise die Schauspielerin Jennifer Lawrence, die Sängerin Rihanna und Kate Upton. Angeblich soll Singer sich aber im Namen von zwölf der betroffenen Prominenten an Google gerichtet haben. Datendiebe hatten private Bilder von zahlreichen Prominenten gestohlen, die diese in der iCloud gespeichert hatten.

Unethisches Verhalten

In dem Brief wirft Singer Google vor, mit dem unethischen Verhalten Millionen zu verdienen. So wären schon wenige Tage nach dem Bekanntwerden des iCloud-Skandals Anfragen bei Google eingegangen, die Seiten mit den Bildern aus der Ergebnisliste zu löschen. Google hätte dabei versagt, "prompt und verantwortlich zu handeln und die Bilder zu entfernen."

Fairerweise muss angemerkt werden, dass Google nicht dafür verantwortlich ist, was die Suchmaschine an Ergebnissen liefert; dies wird von einem Algorithmus vorgenommen, auf den Google selbst keinen direkten Einfluss hat. Kurios wirkt zudem die Tatsache, dass die Prominenten sich mit der gigantischen Forderung von 100 Millionen Dollar nicht an Apple, also an den Betreiber der iCloud, wenden. Dass hier die Klage offenbar ausbleibt, dürfte wohl damit zusammenhängen, dass der Konzern aus Cupertino klargestellt hat, dass die iCloud eben nicht gehackt wurde. Vielmehr wurden die Passwörter der Betroffenen herausgefunden, auch wenn hierbei wohl technische Hilfsmittel eingesetzt wurden.


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