IFA 2019: Samsung setzt auf Smart Home – und präsentiert ein ganzes Haus

Samsung setzt bei der IFA 2019 den Fokus auf Smart Home.
Samsung setzt bei der IFA 2019 den Fokus auf Smart Home.(© 2019 CURVED)

Als Samsung zur IFA 2019 lud und verriet, dass Smart Home der zentrale Bestandteil auf der Messe sein würde, dachte ich nicht, dass der südkoreanische Hersteller diese Geschütze auffahren wird. Denn Samsung brachte nicht nur einzelne Geräte mit – sondern ein ganzes Haus!

Natürlich geht es um Smart Home – und Samsung hat sich einiges einfallen lassen. Es geht um ein modernes Wohnkonzept, bei dem smarte Geräte überall zu finden sind und nicht nur bestimmte Lebensaspekte smarter machen, sondern das ganze Wohnen verändern. Im Grunde könnte man sich das so vorstellen, wie die Veränderung, als der Brunnen vor dem Haus durch ein Wassersystem abgelöst wurde, das im Prinzip jeden Raum versorgen kann.

Die Grundlage des smarten Wohnkonzeptes ist das sogenannte Tiny House "Cabin One", ein modulbasiertes Fertighaus mit wenig Fläche, die aber möglichst effizient genutzt wird. Das Samsung mit seinem SmartThings-System zu einem Connected Living House, wie der Hersteller es nennt, ausgebaut hat. Worum es geht? Samsung will zeigen, dass ein Wohnkonzept, das eigentlich nach Science-Fiction aussieht, heute schon umsetzbar ist.

Ein smartes Haus bei der IFA 2019

Und das gelingt! Als zentrale Steuerungseinheiten kommen Smartphone, Tablet, Smart TV oder Family Hub zum Einsatz, über den SmartThings Hub könnt ihr nicht nur Samsung-Geräte vernetzen, sondern auch alle erdenklichen Smart Home Gadgets anderer Hersteller.

Stellt euch vor: Jemand klingelt an der Tür. Mit einem kurzen Blick aufs Smartphone wisst ihr, wer davor steht, da ihr eine Kamera installiert habt. Mit einem smarten Türschloss könnt ihr dem Besuch nun die Tür öffnen, während ihr in der Küche noch Vorbereitungen trefft – den Ofen steuert ihr natürlich per App.

Ihr könnt jederzeit den Inhalt eures Kühlschrankes einsehen, den Wäschetrockner aus der Ferne steuern und das Licht kontrollieren. Aber nicht nur Komfort steht im Mittelpunkt des neuen smarten Lebens: Zum Beispiel kann ein Sensor austretendes Wasser im Bad erkennen und so vor Wasserschäden schützen.

Und wer jetzt glaubt, diese Ideen seien immer noch Zukunftsmusik, hat weit gefehlt. Ein "Cabin One" könnt ihr euch schon seit einiger Zeit bauen lassen – und Samsungs passende Produkte kommen noch diesen Monat auf den Markt.

Samsung will eure Wohnräume smarter machen

Auch wenn ihr kein Tiny House bauen wollt: Bei der IFA 2019 stellt Samsungs Marketing-Chef Benjamin Braun vor, was Samsungs Motto "Designing Your Tomorrow" sonst noch bedeutet. Das Credo sei, Lösungen für die kleinen Herausforderungen des Alltags zu entwickeln. Zum Beispiel: Die Fernseher werden größer und größer – doch was tun mit der schwarzen Fläche, wenn das Gerät ausgeschalten ist? Dafür gibt es zwei Lösungen: Entweder der TV imitiert die Wand dahinter und führt das Muster fort oder er wird zum digitalen Bilderrahmen.

Ihr könnt den Inhalt eures Kühlschrankes nicht nur von überall einsehen, sondern auch steuern, welche Temperaturen im Inneren herrschen sollen. Darüber hinaus bekommt ihr Rezeptvorschläge je nachdem, was ihr im Kühlschrank habt. Und damit auch nichts schlecht wird, werden dabei Produkte bevorzugt ausgewählt, die bald ablaufen.

Und auch im Schlafzimmer wird es smarter: Der sogenannte AirDresser ist eine Art schmaler Kleiderschrank, in dem eure liebsten Kleidungsstücke entstaubt, mit Wasserdampf besprüht, getrocknet und von Bakterien befreit werden.

Ein offenes System – egal ob iOS oder Android

Insgesamt will sich Samsung als offenes Ökosystem positionieren. Nicht nur, dass ihr im Smart Home Produkte aller Anbieter verbinden könnt. Auch die neuen 8k-Smart-TVs unterstützen Air Play, Amazon Alexa und Google Assistant – so könnt ihr alle Geräte ganz unabhängig davon nutzen, welches Betriebssystem auf eurem Smartphone läuft.


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