IFA: 50% sind Fachbesucher

"Die IFA brummt", sagte Roland Stehle von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), am ersten Tag der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Er sprach das aus, was jeden Veranstalter glücklich macht: "Die Hallen sind gefüllt.". Man erwartet 250.000 Besucher, die sich 1441 Aussteller ansehen können. Im Mittelpunkt der Messe stehen 3D und internetfähige Fernsehgeräte.

Für viele, die zum ersten Mal eine dreidimensionale Brille aufhaben, ist der Blick etwas ungewohnt, denn die Augen müssen sich erst an die neue Perspektive auf einem flachen Gegenstand einstellen. Ohne 3D-Brille würde man allerdings noch weniger erkennen.

Menschenmengen zieht es zu dem Stand von Samsung, denn dort gibt es das Samsung Galaxy Tab. Dieses Tablet soll noch leistungsfähiger und schneller als das iPad von Apple sein.

Beim Hersteller Sharo kann man einen tragbaren Fernseher bestaunen, den es bisher nur in Japan gibt. Man will sehen, wie er bei den Deutschen ankommt. Das Praktische am Zwölf-Zoll-Monitor ist, dass man ihn fast überall mit hinnehmen kann - vorausgesetzt er ist im W-Lan-Netz eingeloggt.

Fachhändler kommen und kaufen für Weihnachten ein

Etwa 50 % der Besucher sind sogenannte Fachbesucher. Denn auf der Funkausstellung kann nicht nur die neuste Technik angesehen, sondern auch gleich in großen Mengen abgenommen werden. Kurz gesagt: Es werden viele Verträge geschlossen. Man deckt sich für das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Im letzten Jahr sind Aufträge im Wert von 3,5 Milliarden Euro vergeben worden und das innerhalb von 5 Tagen. Da die Geschäfte im ersten Halbjahr in der Branche nicht so gut liefen, hoffen die Einkäufer nun auf eine starke Nachfrage bei den Endverbrauchern.