Ikea Smart Home: Das sind die schwedischen Möbel der Zukunft

Ikea will im Smart Home Geschäft mitmischen.
Ikea will im Smart Home Geschäft mitmischen.(© 2019 Ikea)

Ikea plant die Zukunft: Immer mehr Produkte des schwedischen Möbelherstellers werden mit Smart Home-Technologien ausgestattet. Doch was genau können sie? Und warum tut Ikea das?

Smart Home-Produkte werden immer beliebter. Unauffällig begleiten sie unseren Alltag und verknüpfen einzelne Aktionen auf smarte Weise miteinander. Dabei müssen es nicht gleich die teuren Smart Home-Systeme sein. Bereits einzelne smarte Geräte können den Wohnkomfort steigern. Einen Hinweis darauf, dass sie bald zur Normalität in deutschen Haushalten gehören werden, gibt ein Blick in das auflagenstärkste Druckerzeugnis der Welt: in den Ikea-Katalog.

Ikea ist eine der international erfolgreichsten Marken der Welt: So rangierte Ikea im Jahr 2018 auf dem siebten Platz der wertvollsten Unternehmen im Einzelhandel. Dass die Skandinavier auch in den nächsten Jahren ganz oben mitmischen wollen, zeigt ein Blick auf ihre Produktpalette: Steckdosen, Lampen und sogar Rollos verfügen über smarte Features und stellen im Bereich Smart Home eine Alternative zu Tech-Riesen wie Amazon, Apple und Google dar – zumindest teilweise.

Smarte Beleuchtung

Mit der Produktserie "Tradfri" präsentiert Ikea sein smartes Beleuchtungssystem, mit dem sich Licht kalt und warm dimmen lässt – entweder mit Fernbedienung, App oder Sprache. Auch Kleiderschrank- oder Küchenbeleuchtung können so gesteuert werden. Das Spektrum von Tradfri ist breit: Verschiedene LED-Leuchtmittel sorgen für das nötige Licht, smarte Steuergeräte (Fernbedienungen, Bewegungsmelder oder kabellose Dimmer) für die leichte Handhabung.

Wie ihr die smarten Lichter von Tradfri korrekt installiert, erfahrt ihr hier.

Smarte Musik mit Ikea Symfonisk

Im April dieses Jahres wurde das Stereo-Möbelstück "Symfonisk" vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Produkt des Lautsprecher-Herstellers Sonos und von Ikea – und um die nach Angaben des Herstellers "lauteste und smarteste Tischleuchte, die Ikea je im Sortiment hatte".

Das Gerät ist mit einem Wi-Fi-Speaker ausgestattet, lässt sich problemlos mit einer App steuern und mit anderen Speakern der Sonos-Familie gruppieren. Im Gegensatz zu den Sonos-Lautsprechern One und Beam ist hier kein digitaler Sprachassistent integriert, weshalb sich das Gerät von Haus aus nicht per Sprache bedienen lässt. Wer darauf jedoch nicht verzichten möchte, kann das Smart-Home-Gerät mit einem Echo Lautsprecher von Amazon koppeln und via Alexa bedienen.

Der smarte Speaker wird hierzulande voraussichtlich ab August 2019 erhältlich sein.

Smarte Steckdosen

Smarte Steckdosen (auch Smart Plugs genannt) verbinden an das Stromnetz gekoppelte Gegenstände mit eurem Netzwerk. So lassen sie sich einfach per Fernbedienung, Sprache oder App in den Stand-by-Modus schalten.

Auch Ikea bietet mit der "Tradfri" WLAN-Steckdose Smart Home für den kleinen Geldbeutel. Die Funksteckdose soll voraussichtlich im Frühjahr 2020 in zwei Ausführungen erscheinen: als Ikea "Tradfri" WLAN-Steckdose ohne Schalter und Ikea "Tradfri" WLAN-Steckdose mit Schalter.

Was Smart Home Steckdosen können und wie sie sich unterscheiden, erfahrt ihr hier. 

Smarte Rollos

Auch von der schwedischen Fensterfront gibt es in Sachen Smart Home Neuigkeiten: Mit den smarten Rollos Fyutur und Kadrilj lässt sich der Wohnkomfort per Knopfdruck steigern. Denn sie sind manuell per Fernbedienung sowie mit der TRÅDFRI App kabellos steuerbar.

Je nach Wunsch gibt es verschiedene Breiten von 60 bis 140 cm sowie zwei Ausführungen: Fyutur ist ein Verdunklungsrollo und damit perfekt fürs Schlafzimmer geeignet, Kadrikj ist das lichtdurchlässigere Modell. Da beide Varianten schnurlos sind, bieten sie zudem eine höhere Sicherheit, falls Kinder im Haus sind.

Die Rollos aus der smarten Trådfri-Serie werden erst zu einem späteren Zeitpunkt als geplant in Deutschland erhältlich sein. Anscheinend gibt es Probleme mit der Anbindung an die Trådfri-App: Aktuell lassen sich die Rollos noch nicht über die App steuern.

Fazit: Smarter Einzug in vier Wänden

Die Zukunft gehört smarten Technologien und Ikea will eine Rolle dabei spielen. Deshalb ist davon auszugehen, dass sich in den nächsten Jahren immer mehr Produkte der Skandinavier in Kinder-, Studenten- und Wohnzimmer finden lassen, auch wenn zur Zeit nur wenige erhältlich und manche Marktstarts verschoben worden sind.

Damit werden wohl auch die kritischen Stimmen lauter, die auf die Risiken der smarten Technologien (Hackerangriffe, Manipulationen) hinweisen. Dennoch bleibt es spannend, wie weit die häusliche Gemütlichkeit noch mehr gesteigert werden kann – ganz nach dem Motto: "Entdecke die Möglichkeiten".


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