Instagram vs. Snapchat: Stories können beide, doch welche App ist besser?

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Stories bei Instagram und Snapchat: Doch welche App ist welche?
Stories bei Instagram und Snapchat: Doch welche App ist welche?(© 2016 CURVED)

Mit den neuen Stories kopiert Instagram Snapchat, das sich zuvor für Memories und Chat 2.0 von anderen Messenger und sozialen Netzwerken hat inspirieren lassen. Doch es gibt noch Unterschiede zwischen beiden Apps und am Ende bleibt die Frage: Wollen wir eine App, die alles kann, oder lieber viele Apps, die jeweils eine Sache richtig gut machen.

Instagram und Snapchat sind beide mit einer Funktion groß geworden, doch mit der Zeit kamen neue Funktionen hinzu, die einerseits notwendig sind, andererseits die Identität und den Erfolg der App gefährden. Instagram war das soziale Netzwerk bei dem man nur Fotos posten, liken und kommentieren konnte. Snapchat diente anfangs nur dazu Fotos zu verschicken, die der Empfänger nur einmal sehen konnte. Im Laufe der Zeit haben beide Apps ihren Funktionsumfang erweitert und sind sich dabei immer näher gekommen. Trotzdem gibt es noch Unterschiede und die sind sehr wichtig.

Vom One-Trick-Pony zur eierlegenden Wollmilchsau

Neben Fotos könnt Ihr bei Instagram auch Videos posten. Die 2012 von Facebook aufgekaufte App hat das Zeitlimit für sie zuletzt im März 2016 auf 60 Sekunden erhöht. Seit dem letzten Update steht mit den Instagram Stories eine Funktion bereit, die fast 1:1 von Snapchat kopiert ist.

Mit Snapchat konnte man Anfangs Fotos und Videos verschicken, die gelöscht wurden nachdem der Empfänger sie gesehen hat. Schon vergleichsweise lange lässt Euch der Foto-Messenger Stories erstellen: Also eine Aneinanderreihung von Fotos und Videos, die nach 24 Stunden wieder verschwinden. Wer sie bis dahin nicht gesehen hat, hat Pech gehabt. Mit dem Ausbau der Chat 2.0-Funktion zu einem klassischen Messenger und der Memories-Funktion, die Euch Inhalte speichern lässt, hat Snapchat sich schon weiter von seinen Ursprüngen entfernt.

Ist Instagram besser als Snapchat?

Vergleicht man die Stories-Funktionen von Instagram und Snapchat, so lassen sich nur im Detail Unterschiede erkennen. Und bei ihnen hat Instagram die Nase vorn, aber mit einem Update von Snapchat könnte sich das schnell ändern und die Fotos dort wieder besser bearbeiten lassen. Fakt ist, dass Ihr mit beiden Apps Eure Follower – egal ob als geschlossener Kreis oder große Öffentlichkeit – mit 24 Stunden sichtbaren Fotos und Videos auf dem Laufenden halten könnt.

Ein wichtiger Unterschied sind die grundsätzlichen Ausrichtungen der Dienste: Während Snapchat eher für die private Kommunikation gedacht ist, richtete sich Instagram schon immer an eine große Öffentlichkeit – unabhängig davon, dass Ihr bei Snapchat auch öffentlich posten und bei Instagram das Profil privat stellen könnt.

Verlässt man den Bereich der privaten Kommunikation, bietet Instagram mehr Vorteile. Auf der Fotoplattform ist die Zahl der Follower sichtar – bei Snapchat müsste man seine eigenen Follower von Hand zählen und Dritte könnten sie nicht überprüfen. Wenn es um Vermarktung geht, sind die Zahlen aber nicht unwichtig. Zudem hat Instagram bereits begonnen für gewerbliche oder Business-Accounts weitere Informationen bereit zu stellen und erlaubt auch schon das Schalten von Werbung. Snapchat hat angeblich ähnliche Pläne, ist aber noch nicht so weit.

Apps verlieren ihre Identität

Jedes Wachstum hat irgendwann ein Ende, das ist bei Hype-Apps nicht anders. Wenn die Unternehmen hinter den Angeboten aber Geld verdienen wollen, sind sie nicht nur auf eine große Nutzerzahl, sondern auch auf eine lange Nutzungszeit angewiesen. Aus diesem Blickwinkel ist es deswegen auch verständlich, dass sie versuchen ihre Angebote mit neuen Funktionen wieder interessanter zu machen.

Allerdings muss jede App darauf achten ihre Identität nicht zu verlieren. Oder anders gesagt: Manchmal macht gerade die Beschränkung auf eine einzelne Funktion den Reiz einer App aus. Kommt da zu viel hinzu, ist sie nichts besonderes mehr und hätte genau das Gegenteil noch mehr Nutzern und längere Nutzungszeit erreicht. Snapchat ist zum Verschicken von Fotos OK, aber zum Chatten werden die meisten Menschen immer noch zu WhatsApp greifen. Da hat Snapchat keine Chance – und hätte auch Instagram nicht.


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