intel zahlt 1,5 Milliarden US-Dollar an Nvidia

Seit 2004 gibt es zwischen intel und Nvidia ein Lizenzabkommen, dass den Tausch von Patenten rund um Mainboardchipsätze beinhaltet. Nach Unklarheiten über den Zugang zur Core-i-Serie von intel konnte man sich nun außergerichtlich einigen: intel zahlt 1,5 Milliarden US-Dollar an Nvidia.

Intel hatte den teuren Lizenzstreit selbst verursacht. im Jahr 2009 hatte der führende Chiphersteller Nvidia verklagt. Es ging um die Frage, ob die bisherige Lizenz von Nvidia ausreicht, um sogenannte Grafik-Chipsets zu neuen intel-Prozessoren zu verkaufen. Doch dann klagte Nvidia zurück. Das Unternehmen drohte damit, einen eigenen Prozessor zu entwickeln und zog sich schließlich aus dem Chipset-Geschäft zurück.

Mit der nun vereinbarten Zahlung verzichtet Nvidia Chipsätze für die x86-Plattform zu fertigen (AMD und intel-Prozessoren). Unberührt bleibt Nvidias aktuelles Projekt: die Tegra2-Prozessorreihe auf ARM-Basis, welche vor allem im mobilen Bereich eingesetzt werden soll. Bei Nvidia stellt man sich aber auch Desktopprozessoren und Superprozessoren der Tegra-Reihe vor.

intel verliert den Anschluss im mobilen Bereich

Die Tragweite dieser Absprache ist noch nicht abzusehen, vor allem für den Smartphone-Markt könnte diese Technologie-Allianz für neue Bewegung sorgen. So hat Nvidia momentan mit dem Tegra-2-Chipsatz ein heißes High-End-Eisen im Feuer. Insider haben schon vor Monaten angemerkt, dass intel als CPU-Hersteller vor allem in den Bereichen Smartphones und Tablet-PCs dringend zur Konkurrenz aufholen muss.