Intelligent wie Siri: Google kauft Messenger Emu

Der Emu-Messenger wird schon bald eingestellt – seine Technik dürfte in Google Now und Hangouts einfließen
Der Emu-Messenger wird schon bald eingestellt – seine Technik dürfte in Google Now und Hangouts einfließen(© 2014 Emu, CURVED Montage)

Google war wieder auf Einkaufstour und hat sich das US-Startup Tinker Square Inc. einverleibt. Wie Bloomberg berichtet, übernimmt der Suchmaschinengigant damit den Messenger-Service Emu. Dieser war aber sicherlich nicht aufgrund seiner eher gewöhnlichen Kommunikations-Features für Google so interessant: Was Emu so besonders macht, ist dessen Assistenzfunktion, die Siri und Google Now ähnelt.

Erhaltet Ihr beispielsweise eine Nachricht, in der ihr zum Essen eingeladen werdet, dann bemerkt der Messenger dies und zeigt Euch passenderweise den vorgeschlagenen Zeitraum in Eurem Terminkalender an. So könnt Ihr schnell und einfach überprüfen, ob Ihr Zeit habt, ohne erst Emu verlassen und Euren Kalender aufrufen zu müssen, nur um diesen anschließend wieder zu öffnen und dem Absender zu antworten.

Googles Pläne dürften klar sein

Wie das Startup selbst auf der Homepage des Messengers berichtet, wird die App, die bisher nur für iOS verfügbar war, mit der Übernahme ihren Service einstellen. Google dürfte auch kein Interesse daran haben, Emu fortzuführen, da mit Hangouts und Google Now entsprechende eigene Dienste für Messaging und die Anzeige von Empfehlungen bestehen. Anstatt zweigleisig zu fahren, wird wohl eher Emus Technik zur Textanalyse in Google Now einfließen, um so auch aus Hangouts heraus direkt passende Assistenzfunktionen anzubieten.

Die Technik passt nicht nur optimal zu Googles Interessee, Google Now und Hangouts weiterzuentwickeln. Auch dürfte das neue Feature dazu beitragen, dass mehr Menschen in Zukunft ihre Nachrichten von Google analysieren lassen – und dies könnte schließlich Google noch mehr Daten über seine Nutzer einbringen.


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