iOS 12 im Rundgang: Die neuen Funktionen fürs iPhone im Detail [mit Video]

Die Arbeit an iOS 12 ist zwar noch nicht abgeschlossen, wir zeigen euch aber bereits jetzt welche Neuerungen am Betriebssystem vom iPhone und iPad euch im Herbst 2018 erwarten.

Entwickler können iOS 12 bereits ausprobieren. Die Beta-Version soll ihnen helfen ihre Apps an die neuen Funktionen wie etwa ARKit 2 oder die Siri-Kurzbefehle anzupassen. Gleichzeitig probiert Apple seine eigenen Veränderungen aus, sammelt Rückmeldung und versucht bis zur geplanten Veröffentlichung alle Fehler zu beheben. Wir haben die erste Test-Version von iOS 12 auf einem iPhone X installiert und zeigen euch die wichtigsten Neuerungen auf Screenshots und im Video.

Neue App, neues Design, neue Funktionen und neue Animojis

Apple verspricht, dass sich mit iOS 12 auch die Performance von iPhones und iPads verbessert. So soll zum Beispiel die Kamera bis zu 70 Prozent schneller starten oder die Tastatur bis zu 50 Prozent schneller erscheinen. Alle Apps sollen sogar doppelt so schnell laden. Davon konnten wir uns noch nicht überzeugen, aber viele andere Neuerungen direkt sehen. Diese finden sich in einzelnen Apps oder direkt in den Einstellungen wieder.

Ganz neu ist die "Messen"-App von Apple. Ein digitales Maßband, das die neuen Möglichkeiten von ARKit 2 nutzt, um Entfernungen über die Kamera des iPhones abzumessen. Ein neues Design hat Apple denn Apps Sprachmemos und iBooks verpasst. Letztere App hat mit Apple Books auch einen neuen Namen erhalten, sie  bietet in ihrem Store Bücher und Hörbücher an. In der Fotos-App gibt es mit "Für Dich" einen neuen Tab, der Vorschläge macht: Bildersammlungen zum Anschauen, Fotos zum Teilen an erkannte Personen oder schön aussehende Bildbearbeitungen. Zudem hat Apple die Suche in der Fotos-App verbessert. Die Ergebnisse lassen sich mit mehr als einem Suchbegriff jetzt besser einschränken.

In Facetime kann man unter iOS 12 Videotelefonate mit mehr als einer Person starten. Maximal 32 Personen können sich in Ton und Bild austauschen. Solch ein Gespräch lässt sich auch direkt aus einem Gruppen-Chat in der Nachrichten-App starten. In iMessage findet ihr zudem in iOS 12 vier neue Animojis: Tiger, Koala, T-Rex und einen Geist. Sie und alle bereits vorhandenen Animojis erhalten jetzt auch eine Zunge, deren einzige Animation bisher aber nur das Herausstrecken ist. Komplett neu sind die Memojis: Ihr könnt euch selbst als Animoji nachbauen.

Siri Kurzbefehle und Bildschirmzeit

In den Einstellungen zu Siri finden sich bei iOS 12 Kurzbefehle. Hier könnt ihr erstmals neue Befehle für den Sprachassistenten festlegen. Theoretisch soll dies für jede App funktionieren und Siri damit universell einsetzbar machen. Bisher hatte die Sprachsteuerung nur Zugriff auf Apps von Apple sowie Anwendungen einiger Themenbereiche wie etwa Messenger.

Der neue "Nicht stören"-Modus lässt sich zwar auch über das Kontrollzentrum aktivieren, ist aber keine eigene App, sondern ein eigener Bereich in den Einstellungen. Hier könnt ihr Zeiten festlegen in denen ihr nicht durch Benachrichtigungen gestört werden wollt, aber auch Ausnahmen für Apps oder wichtige Anrufe definieren, die immer durchkommen. Nur in den Einstellungen seht ihr den Menüpunkt Bildschirmzeit. Hier verrät euch iOS welche App ihr in der jüngeren Vergangenheit wie lange genutzt habt, aber auch wie oft ihr das iPhone in die Hand genommen und/oder entsperrt habt. Diese Statistik soll euch die Nutzung eures Smartphones vor Augen führen und dabei helfen Zeitkiller zu eliminieren. Löschen müsst ihr eure viel genutzten Apps aber nicht sofort. Stattdessen könnt ihr maximale Nutzungszeiten pro Tag festlegen.

Bisher musste man die Updates von iOS immer manuell herunterladen und starten. In iOS 12 erscheint zum ersten Mal die Option auf Updates automatisch zu installieren. Nichts unternehmen müsst ihr dagegen für die gruppierten Benachrichtigungen. Sobald mehr als vier von ihnen erscheinen, sortiert iOS 12 sie. Dabei orientiert sich das Betriebssystem aber nicht nur an Apps, sondern auch an Themen. So soll mehr Übersicht in der Nachrichtenzentrale einkehren.

Öffentliche Test-Version folgt

Noch im Juni will Apple eine Public Beta von iOS 12 veröffentlichen. Diese Testversion steht dann nicht nur Entwicklern, sondern allen Nutzern zur Verfügung. Bis zur finalen Version von iOS 12 im Herbst werden noch weitere Beta-Versionen folgen, die Fehler beheben und weitere der angekündigten neuen Funktionen ergänzen. So funktionierten etwa bei uns die Gruppen-Videotelefonate über Facetime noch nicht fehlerfrei und bei der Bildschirmzeit waren noch nicht alle Menüpunkte ins Deutsche übersetzt.


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