iOS 13: Macht das Update iPhones deutlich schneller?

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Alte und neue iPhones könnten durch iOS 13 flotter werden (Bild: iPhone Xs)
Alte und neue iPhones könnten durch iOS 13 flotter werden (Bild: iPhone Xs)(© 2018 CURVED)

Hinter verschlossenen Türen arbeitet Apple derzeit an iOS 13. Bislang sieht es so aus, als würde das nächste große Update des Betriebssystems viele kleine Änderungen durchführen. So will Apple etwa anscheinend an der Geschwindigkeit schrauben. Davon dürften alte und neue iPhones profitieren. Offenbar verrät das Update aber auch, wie es um das erste Apple-Smartphone mit 5G steht.

iOS 13 soll wie iOS 12 die Geschwindigkeit erhöhen. Dies will Bloomberg von Personen erfahren haben, die mit der Angelegenheit vertraut seien. So plant Apple offenbar neue Animationen für die Benutzeroberfläche, die womöglich kürzer ausfallen und euch dadurch Zeit sparen. Beim Schließen von Apps und dem Starten von Multitasking soll es etwa neue Effekte geben.

Apple will zudem wohl die Widgets überarbeiten, die ihr über den Homescreen erreichen könnt. Die entsprechende Seite soll mit iOS 13 viel aufgeräumter wirken. Zudem soll das Unternehmen noch einige weitere Überarbeitungen der Benutzeroberfläche planen. Details hierzu nennt die Quelle jedoch nicht.

Kopiertes Feature

Außerdem soll Apple an einem neuen Feature für die Bildschirm-Tastatur arbeiten. Künftig streicht ihr womöglich über die Buchstaben, um in einer Bewegung ein Wort zu formen. Diese Funktion kommt euch womöglich bekannt vor: Swiftkey oder Gboard bieten euch das Ganze schon seit geraumer Zeit. Es sei aber möglich, dass sich Apple doch noch gegen die Neuerung für iOS 13 entscheidet und diese nur intern testet.

Außerdem soll ein Feature in Arbeit sein, durch das ihr euer iPhone oder iPad als Zweitbilschirm für einen Mac verwenden könnt. Auch hier würde sich Apple an bereits existierenden Apps wie Duet Display oder Luna Display orientieren, die euch die Funktion bereits bieten.

Ihr könnt euer iPhone womöglich mit iOS 13 als zweiten Bildschirm für das MacBook verwenden(© 2018 CURVED)

Lautstärke für Apple Health und iMessage-Profile

Für Apple Health soll eine neue Startseite in Arbeit sein. Offenbar hebt diese eure täglichen Aktivitäten besser hervor. Zudem soll eine neue Kategorie mit dem Titel "Hearing Health" folgen. Diese soll festhalten, wie laut ihr mit Kopfhörern Musik hört oder wie laut es in eurer Umgebung ist.

Für iMessage-Nutzer kommt angeblich ein Profil als Neuerung. Offenbar könnt ihr nach dem Update auf iOS 13 Profilnamen und ein passendes Bild festlegen – wie bei WhatsApp. Allerdings entscheidet ihr wohl selbst, welche eurer Kontakte diese sehen dürfen. Womöglich sind nicht alle Profilbilder oder -Namen auch für Geschäftskontakte geeignet.

5G erst 2020?

Allerdings gibt es mit iOS 13 wohl auch eine schlechte Neuigkeit: Das Betriebssystem soll den neuen 5G-Standard noch nicht unterstützen. Offenbar planen die Entwickler den Support erst für iOS 14 ein. Und sollte Apple nichts an seinem Vorgehen ändern, dürfte iOS 14 erst im Herbst 2020 erscheinen.

2019 kommt demnach kein iPhone in den Handel, das auf das neue und schnelle Funknetz setzt. Zum Vergleich: Viele Android-Konkurrenten haben bereits ihr erstes 5G-Smartphone enthüllt. Etwa Samsung mit dem Galaxy S10 5G. Davon lässt sich Apple aber wohl nicht aus der Ruhe bringen.

Kontaktverbot nach Mitternacht

Apple nimmt laut Bloomberg noch viele weitere kleinere Änderungen an seinem Betriebssystem vor. So soll die Erinnerungen-App künftig bessere 2-Do-Listen ermöglichen. Über das Bildschirmzeit-Feature können Eltern künftig angeblich festlegen, zu welcher Zeit ihr Kind welche Personen kontaktieren darf. Geheime Telefonate unter Freunden bis in die Nacht dürften damit Geschichte sein.

Anfang Juni startet die WWDC 2019. Auf der Konferenz zeigt Apple iOS 13 voraussichtlich ausführlich. Dann erfahren wir auch, welche der bislang aus der Gerüchteküche genannten Funktionen tatsächlich kommen. Es ist nämlich möglich, dass Apple einige der Änderungsideen schon wieder verworfen hat. Womöglich wissen wir im Juni auch, ob Apple tatsächlich das iPhone 6s und ältere Modelle vom Update ausschließt.


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