iOS 14: So will Apple eure Krankheiten erkennen

Bald sollt ihr mit Siri über eure Krankheiten sprechen können
Bald sollt ihr mit Siri über eure Krankheiten sprechen können(© 2019 Stocksy)

Apple soll an einer neuen Siri-Funktion arbeiten, mit der User über ihre Gesundheitsprobleme mit dem Sprachassistenten sprechen können.Die Funktion soll mit dem iOS 14-Update erscheinen.

So berichtet die Zeitung The Guardian, dass die Funktion mit dem iOS 14-Update kommen und im Herbst 2021 verfügbar sein soll. Mit ihr sollen Dialoge über gesundheitliche Probleme mit Siri möglich sein. Zwar geht der Bericht nicht über diese Information hinaus, es ist jedoch davon auszugehen, dass Siri sowohl psychische als auch physische Probleme diagnostizieren könnte.

So wiederholte Apple Chef Tim Cook bei mehreren Gelegenheiten, dass die Bemühungen des Konzern bezogen auf gesundheitliche Fragen zum "größten Beitrag der Menschheit" gehörten.

Seit Jahren schon weitet Apple seine Präsenz im Gesundheits- und Fitnessbereich kontinuierlich aus. So wurde beispielsweise die EKG-App für die Apple Watch 2018 in den USA und im März dieses Jahres hierzulande gestartet. Mit ihr können Anzeichen von Vorhofflimmern erkannt werden. Auf diese Weise wurden sogar schon Menschen vor dem Tod gerettet.

Ebenfalls im Jahr 2018 führte Apple "Health Records" ein. Eine Funktion, mit der Patienten medizinische Aufzeichnungen aus mehreren Krankenhäusern und Kliniken direkt in der Health-App auf dem iPhone angezeigt werden. Mit eingeschlossen sind Informationen über Allergien, Vitalfunktionen, Erkrankungen, Impfungen, Laborergebnisse, Medikamente, Operationen und mehr.

iOS 14: Siri soll kontroverse Themen softer angehen

Die Informationen zu den neuen Funktionen für iOS 14 stammen von einem Vertragsarbeiter, der neue Siri-Antworten in Apples System eingepflegt und bereits vorhandene Antworten je nach Bedarf korrigiert, geschönt und neu formuliert hatte. Die Zeitung habe er mit einem ganzen Stapel interner Dokumente versorgt, in denen Apple unter anderem beschrieben werde, wie Siri mit kontroversen Themen umzugehen habe.

Die Informationen, die "The Guardian" von ihm erhielt, zeigen auch die Bemühungen des Unternehmens, sicherzustellen, dass Siri auf sensible Themen wie Feminismus so neutral wie möglich reagiert.

Hier zitiert die britische Zeitung unter anderem aus Apples "best practice"-Beispielen zum Thema Feminismus und #MeToo-Themen, die in den vergangenen Jahren Teil des öffentlichen Diskurses und damit wohl auch zahlreicher Siri-Konversationen waren.

Um sicher zu gehen, habe Apple Siris Antworten so umformulieren lassen, dass diese zwar stets von "Gleichheit" gesprochen habe, das Wort Feminismus aber nie ausgesprochen worden sei. Meinungen sollten nicht vertreten, Zugehörigkeiten nicht formuliert werden. Auf die Frage, ob Siri eine Feministin sei, reagiert der Sprachassistent mittlerweile mit einem wenig konkreten: "Ich glaube, dass alle Stimmen gleich sind und den gleichen Respekt verdienen."


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