iOS 7-Bug macht iCloud-Diebstahlschutz wirkungslos

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Ob iCloud, Googlemail, Yahoo oder Hotmail – die Betreiber dürfen Mails mitlesen
Ob iCloud, Googlemail, Yahoo oder Hotmail – die Betreiber dürfen Mails mitlesen(© 2014 CURVED)

Eigentlich sollte das "Mein iPhone suchen"-Feature Euer iPhone im Fall eines Diebstahls sichern. Dummerweise ist der Schutz aufgrund eines Bugs in iOS 7 allzu leicht zu umgehen, wie 9to5Mac erklärt. Die Passwort-Abfrage kann übersprungen und die Sicherung durch Euren iCloud-Account umgangen werden.

Um die Ortung eines gestohlenen iPhones zu verhindern und die Verknüpfung mit Eurer Apple-ID aufzulösen, werden nicht einmal besondere Software oder Spezialkenntnisse benötigt: Ein gleichzeitiger Klick auf den Button zur Account-Löschung und zur Deaktivierung von "Mein iPhone suchen" in den iCloud-Einstellungen genügt bereits, um die Sicherung auszuhebeln.

Dabei erscheint zwar die übliche Aufforderung zur Eingabe des schützenden iCloud-Passworts. Wird das Smartphone nun einfach ausgeschaltet, kann bei einem Neustart der iCloud-Account gelöscht werden, ohne dass erneut Euer Passwort abgefragt wird. Das iPhone verschwindet damit aus dem Ortungssystem seines rechtmäßigen Besitzers und der Dieb kann es für sich nutzen.

Da hilft nur noch die Passcode-Sicherung

Normalerweise ist das iPhone mit seinem "Mein iPhone suchen" gut gesichert: Um den mit dem Gerät verknüpften iCloud-Account zu löschen, muss das Feature deaktiviert sein. Um "Mein iPhone suchen" jedoch zu deaktivieren, wird das Passwort des iCloud-Accounts benötigt. So sichert sich die Anwendung selbst gegen Diebe ab und erlaubt dem rechtmäßigen Besitzer die Ortung seines Geräts.

Die Abschaltung des Ortungsdienstes mit Hilfe des Bugs lässt sich natürlich verhindern, indem man sein iPhone grundsätzlich mit einer Passcode-Sperre versieht – am besten mit einem kurzen Timer. Dann kommt der Dieb nämlich gar nicht erst an die Einstellungen heran.


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