iOS 8 HealthKit: Startup prangert Namensdiebstahl an

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Wem gehört der Name HealthKit?
Wem gehört der Name HealthKit?

Nicht wie im Vorfeld gemutmaßt "HealthBook" heißt die Gesundheits- und Fitnesszentrale in der kommenden iOS-Version, sondern "HealthKit". Die Gründe für diesen etwaigen Namenswechsel sind nicht bekannt, allerdings könnte es für Apple nun auch ob der neuen Bezeichnung Ärger geben: Ein australisches Startup benutzt den Namen HealthKit bereits und zeigt sich nun verärgert.

Wer erinnert sich noch an den Proview-Vorfall vor zwei Jahren? Damals musste Apple 60 Millionen US-Dollar an das taiwanische Unternehmen zahlten, weil dieses die Rechte am Namen iPad in China hielt — nachdem man sich diese in Cupertino zuvor versehentlich lediglich für Taiwan gesichert hatte.

Wiederholt sich diese Geschichte nun? Das australische Startup HealthKit jedenfalls hat sich gestern per Twitter direkt bei Tim Cook darüber beschwert, dass Apple ihren Firmennamen für ihr neues iOS 8-Feature nutzt.

Feeling annoyed #Apple is using our #HealthKit name for their new health product! @tim_cook r u aware of this? @healthystartups#rockhealth
— HealthKit (@HealthKit) 3. Juni 2014

In einem Blogeintrag auf healthkit.com erklärt das Unternehmen weiter: "HealthKit wird bereits genutzt, und zwar von uns! Sogar ihre [Apples] Schreibweise ist wie unsere. [...] Sie haben es nicht für nötig gehalten, eine schnelle Domain-Suche zu tätigen — das hätte sie fünf Sekunden gekostet. Sind sie so groß, dass sie über einer gewöhnlichen Google-Suche stehen?" Aus diesen Zeilen spricht großer und nachvollziehbarer Ärger; aber etwa auch Hilflosigkeit?

.com-Domain und Twitter-Handle gehören den Australiern

Zwar hatte  Apple sich schon im Februar die Namen Healthbook, HealthKit und weitere sichern lassen, möglicherweise wurde aber versäumt, dies auch wirklich ganz international zu tun. Das australische Unternehmen jedenfalls ist definitiv im Besitz der entsprechenden Domain healthkit.com und des Twitter-Accounts @healthkit — bleibt für die "Aussies" zu hoffen, dass ihnen auch die weitergehenden Namensrechte in Down Under gehören. Sonst könnte sich der Fall wohl schnell auch zu ihren Ungunsten wenden ...

Bereits kurz nach der WWDC-Keynote kamen erste Vorwürfe des Ideenklaus in Richtung Apple auf, als sich beispielsweise WhatsApp-Gründer Jan Koum ebenfalls auf Twitter echauffierte, Apple hätte sich für die neuen iMessage-Features bei der Funktionalität des Multi-Plattform-Messenger bedient.


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