iOS und macOS: Darum solltet ihr die jüngsten Updates schnell installieren

iPhone-Nutzer sollten iOS 12.2 schnell installieren
iPhone-Nutzer sollten iOS 12.2 schnell installieren(© 2018 CURVED)

Software-Updates für eure Geräte solltet ihr generell möglichst zeitnah installieren. iOS- und macOS-Nutzer haben dieses Mal aber einen besonders triftigen Grund dafür: Apple warnt vor gefährlichen Schwachstellen in seinen Betriebssystemen.

In seinem amerikanischen Support-Bereich weist der Hersteller auf etliche Sicherheitslücken hin, die das Update auf iOS 12.2 schließt. Eine entsprechende Übersicht gibt es außerdem für macOS Mojave 10.14.4. Die Aktualisierungen für beide Betriebssysteme stehen seit dem 25. März 2019 zum kostenlosen Download bereit. Apple hat sie kurz nach der Vorstellung seines Video-Streaming-Dienstes veröffentlicht.

US-Behörde empfiehlt schnelles Update

Nicht nur Apple drängt zur Installation der Updates, auch die dem US-Heimatschutzministerium unterstellte Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hält dies laut Heise für absolut notwendig. Der Behörde zufolge könnten Angreifer sonst euer Gerät aus der Ferne übernehmen. Nutzt ihr eine ältere Version als iOS 12.2 lauft ihr zudem Gefahr, dass Hacker ohne euer Wissen das Mikrofon eures iPhones oder iPads aktivieren. Auch manipulierte Webseiten sollen dazu in der Lage sein.

Apples GeoServices seien ebenfalls betroffen: Wer ohne iOS-Update auf einen manipulierten SMS-Link klickt, könne dadurch die Ausführung von Schadcode auslösen. Heise zufolge bedienen sich unter anderem "staatliche Stellen" solcher Sicherheitslücken, um die iPhones von Zielpersonen zu übernehmen.  Die gleiche Sicherheitslücke betrifft offenbar auch Apple TV 4K und HD, weswegen ihr auch tvOS auf Version 12.2 aktualisieren solltet.

iOS: Auch Safari und Siri betroffen

Auf iPhones und iPads ist Safari ohne das iOS-Update unsicher: Apple zufolge könnten Webseiten ohne eure Einwilligung auf vertrauliche Informationen zugreifen. Ursache dafür soll ein "Berechtigungsproblem" sein, das beim Auslesen der Licht- und Bewegungssensoren von iOS-Geräten zum Tragen kommt. Die Diktier-Funktion von Siri wiederum soll sich durch Schadsoftware ohne eure Zustimmung aktivieren lassen. Dadurch könnten Dritte wohl eure Gespräche aufnehmen.

Insgesamt soll iOS 12.2 über 50 Schwachstellen adressieren. Das Update ist etwas über 800 MB groß, weswegen sich der Download über ein WLAN empfiehlt. Wenn euer iPhone beziehungsweise iPad euch die Aktualisierung nicht automatisch anbietet, installiert ihr sie folgendermaßen: Tippt unter "Einstellungen | Allgemein" auf "Softwareupdate" und dann auf "Laden und installieren".

macOS-Update dringend empfohlen

Auch Mac-Nutzer sollten sich nicht allzu viel Zeit mit der Aktualisierung ihres Betriebssystems lassen. Das Update auf macOS 10.14 Mojave schließt 38 Sicherheitslücken. In älteren Versionen sollen Apps sensible Daten aus dem Mac-Schlüsselbund auslesen können. Darüber hinaus sei es Schadsoftware möglich, Root-Rechte zu erhalten. Einem Sicherheitsexperten zufolge soll sich diese Schwachstelle in macOS sehr einfach ausnutzen lassen.

macOS Mojave solltet ihr so schnell wie möglich aktualisieren(© 2018 CURVED)

Wer noch macOS (High) Sierra nutzt, muss nicht unbedingt auf macOS Mojave umsteigen. Apple hat auch entsprechende Sicherheitsupdates für macOS 10.13 High Sierra und macOS 10.12 Sierra veröffentlicht. Wichtig ist allerdings: Welche Version ihr auch immer nutzt, installiert so schnell wie möglich das entsprechende Sicherheitsupdate.

Nutzer von macOS (High) Sierra müssen Safari unter Umständen separat aktualisieren. Apple hat vor Kurzem Version 12.1 veröffentlicht. In macOS 10.14 Mojave ist diese bereits enthalten. Wie bereits erwähnt, gibt es außerdem ein Sicherheitsupdate für Apple TV 4K und HD. Dieses ist in tvOS 12.2 enthalten. Eine zeitnahe Installation empfiehlt sich auch hier.


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