iPad Air ab November - was gab‘s noch neben dem iPad Air?

Am 22. Oktober war es wieder soweit: Apple lud in das Yerba Buena Center for the Arts Theater in San Francisco und stellte mal wieder neue Hard- und Software vor. Nach der üblichen Update- und Lob-Runde über Zahlen der letzen Geräte, wurden dann auch die Geräte vorgestellt. Vorab: das iPad mini wurden zum Schluss vorgestellt, angefangen wurde mit dem Betriebssystem Mavericks.

OS X Mavericks

Über das neue Betriebsystem war im Vorfeld schon fast alles bekannt, es fehlten nur noch der Veröffentlichungstermin und der Preis. Neu war, dass jetzt einige iOS-Apps, wie Karten und iBooks, auf den Mac kommen. So lassen sich in Zukunft auch Bücher auf Macs vom iOS-Gerät lesen und Routen können direkt, dank der Karten-App, auf ein iPhone oder iPad gepusht werden. Das Update ist wie üblich im App Store verfügbar und, das war die große Überraschung, kostenlos. Das Update können Geräte bis 2007 nutzen, sofern diese mindestens Snow Leopard installiert haben.

MacBook Pro und Mac Pro

Bei den MacBook Pro Retina wurde nach einem kurzen Rückblick zu den MacBook Air zwei neue Modelle der 13“- und 15“-Reihe vorgestellt. Der Akku soll beim 13“-Modell bis zu 9 Stunden und beim 15“-Modell bis zu 8 Stunden halten. Preiswerter wurden beide Modelle auch, kostet das 13“ Modell nur noch 1.299€ statt 1.499€ und das 15“ Modell nur noch 1.999€ statt 2.199€.

Weiter ging es mit dem Mac Pro. Verfügbar ist dieser ab Dezember zum Preis ab 2.999€. Der nur 1/8 im Vergleich zum Vorgänger große Kraftzwerg kann dann mit bis zu 64 GB Arbeitsspeicher bestückt werden, ist mit 4, 6, 8 oder 12 Kernen verfügbar und hat eine FlashSpeicher-Festplatte von bis zu 1 TB. Dank Thunderbolt 2 können gleichzeitig drei 4k Displays angeschlossen werden. Zu guter Letzt noch soll erwähnt sein, dass der MacPro 70% weniger Energie als sein Vorgänger verbraucht und genauso leise ist, wie ein Mac mini.

Kostenlose Apps für Mac und iOS

Bei den Apps hat Apple die Kreativ- und Office-Anwendungen iMovie, iPhoto, Garageband und Keynote, Numbers, Pages für iOS sowie für OS X ein Update verpasst und angepasst - mit neuen Funktionen, einem anderes Design und mehr Integration in die Cloud. Das schönste daran: wer ein neues iOS-7-Gerät oder einen Mac kauft, bekommt alle Office- und Kreativ-Anwendungen kostenlos. Das zielt wohl vor allem in Richtung Microsoft, so will man den Nutzer weg von Microsofts Office-Anwendungen wie Word und Powerpoint holen und den Umstieg auf Apple-Geräte erleichtern. Langfristig könnte sich das auszahlen, wenn der Nutzer sich auf Grund der kostenlosen Software für einen Mac entscheidet. Apple hatte zu kostenloser Software gesagt: „We change the rules of the game.“

iPad nun iPad Air und iPad mini mit Retina Display

Zum Schluss wurden dann endlich die hochgehandelten Gerüchte neuer iPads präsentiert. Das neue iPad heißt nicht iPad 5 sondern iPad Air, was nur noch 7,5 mm dünn ist. Mit einem dünneren Rahmen rechts und links und einem Gewicht von nur noch 453 Gramm macht es seinem Namen alle Ehren. Das iPad mini erhält ein Retina Display mit einer Auflösung wie beim MacBook Air von 2048 mal 1536 Pixeln bei einer Diagonale von 7,9“. Beide erhalten den A7-Chip mit 64-Bit-Architektur wie im iPhone 5s, jedoch keinen Fingerprint-Sensor. Auch bei der Farbe beschränkt sich Apple auf Silver/White und Space Grey/Black. Gold wie beim iPhone 5s gibt es nicht. Bestellt werden kann das  iPad Air ab dem 1. November, das iPad mini Retina folgt im November, ein Termin ist nicht bekannt. Preise: ab 479€ beim iPad Air und ab 389€ für das iPad mini mit Retina Display jeweils in der 16 GB Wi-Fi-Variante. Das iPad mini erster Generation und iPad 2 sind weiterhin verfügbar.

Fazit

Die iPads haben beide nicht überrascht, war doch schon einiges im Vorfeld bekannt geworden. Nur den Fingerprint-Sensor und die Farbe Gold hatten dann doch einige erwartet. Zu sehen war, dass Apple diesmal vor allem auf kostenlose Software als Kern der Veranstaltung setzte und damit in Richtung Microsoft schoss. Damit den Nutzer von Microsofts Office-Anwendungen, wie Word, weg zu holen, macht durch aus Sinn und dürfte einen potentiellen Nutzer umso leichter an ein iOS- oder OS-X-Gerät heran bringen. Bei den iPads muss sich Apple keine Sorgen machen, mit bisher 170 Millionen verkauften Exemplaren seit Einführung, war kein Hersteller erfolgreicher. Bei OS X Mavericks dürfte vor allem die Technologie dahinter interessant sein, die die Nutzer zwar nicht sehen, aber ein entscheidender Teil in der Dynamik von Betriebssystemen ist. So sind meiner Meinung nach das Betriebsystem und die kostenlosen Apps die eigentliche „Innovation“ der Veranstaltungen gewesen, wenn man gezwungen ist, mal wieder nach Innovation zu suchen.