iPhone 12: Keynote-Highlight wird das "One More Thing" Apple Glass

Das könnte größer werden als das iPhone 12. Neben dem neuen High-End-Smartphone erwartet uns auf der Apple-Keynote 2020 offenbar auch wieder ein "One More Thing". Die lang ersehnte und mit vielen Vorabberichten gesegnete Datenbrille des US-Unternehmens soll während der großen Präsentation im Herbst angekündigt werden.

Die Informationen zur Augmented-Reality-Brille, die wohl den Titel "Apple Glass" erhält, stammen vom YouTuber und Leak-Experten John Prosser. Wie er in einem neuen Video (über diesem Artikel) mitteilt, wird die Datenbrille auf der Keynote des iPhone 12 enthüllt. Der Termin der Apple-Präsentation soll sogar für das Headset leicht verschoben werden. Statt im September will Apple das iPhone 12 und Apple Glass angeblich im Oktober zeigen, um angesichts der Corona-Krise die Chance auf eine echte Keynote zu erhöhen.

iPhone 12: Das Rückrat von Apple Glass

Wie John Prosser direkt zum Beginn erklärt, habe Apple ihn nach den bisherigen Leaks bereits bereits alles andere als lieb gewonnen. Angeblich sollen sogar Pressevertreter nach einem Briefing zu neuen Apple-Watch-Armbändern gefragt worden sein, ob sie ihn kennen würden – und ob sie Hinweise auf dessen Quellen liefern können. Sollte die Geschichte stimmen, wäre dies ein weiterer Beleg für die hohe Trefferquote von Prossers Leaks.

Dem YouTuber zufolge habe er jedenfalls seit Monaten an diesem Mega-Leak zur Apple Glass gearbeitet und nun sei der Moment gekommen, die Bombe platzen zu lassen. Seinen Aussagen zufolge werde die AR-Brille selbst zur Anzeige von Inhalten im Sichtfeld des Trägers dienen, während das per Funk verbundene iPhone die Daten bereitstelle. Das auf der Keynote neu vorgestellte iPhone 12 (So soll es übrigens aussehen) beziehungsweise das iPhone 12 Pro werde damit quasi als Motor und Rückrat für die Apple Glass dienen.

Leaks zufolge könnte das iPhone 12 wie unser iPhone-SE-Plus-Konzept aussehen.(© 2017 CURVED/labs)

Apple Glass: Preis überraschend niedrig

Dies sei auch der Grund, weswegen der Apple Glass Preis nicht wie zunächst erwartet im vierstelligen Bereich liegen werde. Anstelle von 1000 oder sogar 2000 Dollar soll Apples futuristisches "iPhone-12-Zubehör" in der Basisausführung lediglich 499 Dollar kosten. Auch der iPhone-12-Preis soll übrigens niedriger ausfallen als erwartet. Nach der Vorstellung der Datenbrille im vierten Quartal 2020 gemeinsam mit dem iPhone 12 soll der Apple Glass Release allerdings noch eine Weile auf sich warten lassen.

In diesem Jahr werde es nichts mehr. Wahrscheinlicher sei es sogar, dass das Headset erst gegen Ende des kommenden Jahres erscheint. Das passt auch zu letzten Gerüchten über einen Release der Apple-AR-Brille in 2021.

Apple wiederholt nicht Googles Fehler

Selbst zur Ausstattung und zum Design von Apple Glass will Prosser schon detaillierte Informationen aufgetrieben haben. In der Tat behauptet er sogar, einen frühen Prototyp der Datenbrille aus der Forschungsabteilung von Apple gesehen zu haben. Dieser sei seiner Beschreibung nach äußerst leicht und schlank sowie aus Plastik gefertigt gewesen, wobei es sein könne oder sogar wahrscheinlich sei, dass Apple das finale Modell aus Metall herstellt.

Prosser zufolge besitze Apple Glass keine gewöhnliche Kamera, sondern nur einen LiDAR-Sensor für 3D-Abtastungen und Tiefenerfassung. Wie die Daten verwendet werden, bleibt unklar. Spezielle, von Apple entwickelte QR-Codes, sollen aber eine wichtige Rolle spielen. Apples Glass-Team werde zudem  die gesammelten LiDAR-Daten nutzen, um die Fähigkeiten des AR-Headsets weiter zu verbessern. Beruhigend ist, dass Apple Glass ohne eine integrierte Kamera nicht Gefahr läuft, das tragische Erbe von Google Glass anzutreten.

"Starboard" zeigt Daten nur dem Träger

Gesteuert werde Apple Glass mittels Gesten, das Benutzerinterface trage bei Apple die Bezeichnung "Starboard". Inhalte seien laut John Prosser nur für den Träger der Datenbrille sichtbar und nicht etwa für Menschen in der Umgebung. Im Gegensatz zu Google Glass soll Apple Glass Daten auch über beide Gläser der Brille anzeigen und nicht nur einseitig.

Eine Sonnenbrille sei nicht in Arbeit, da die Anzeige zumindest noch  nicht mit getönten Gläsern arbeite. Prosser schließt das aber für zukünftige Brillen nicht aus. Geladen werde die Apple Glass kabellos über einen passenden Ständer, in den ihr die AR-Brille nach Gebrauch einlegt.

Nun bleibt abzuwarten, was für Leaks noch folgen, bis Apple seine iPhone-12-Keynote im Oktober 2020 eröffnet. In jedem Fall sind wir schon jetzt gespannt darauf, was mit der Datenbrille in einem Gespann mit Apples neuem High-End-Smartphone alles möglich sein wird.


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