iPhone 5: Nachfrage rückläufig?

Apple hat, wie das Wall Street Journal berichtet, für das laufende erste Quartal 2013 die Display-Bestellungen deutlich reduziert. Wie es heißt, wurden nur halb so viele Displays wie ursprünglich geplant bei den Apple-Zulieferern bestellt.

Geringe Nachfrage nach dem iPhone 5?

Als Grund dafür nennt das Wall Street Journal die geringere Nachfrage nach dem aktuellen Apple-Smartphone. Das WSJ beruft sich dabei auf mehrere Quellen, die mit dem Unternehmen vertraut sind. Demzufolge wurden nicht nur die Bestellungen für Displays reduziert, sondern auch für andere Komponenten. Apple habe die Zulieferer bereits im vergangenen Monat darüber informiert, heißt es weiter.

Nachfolger in Aussicht?

Die Nachricht von den reduzierten Bestellungen der iPhone 5-Komponenten führt in der Tech-Welt zu heißen Diskussionen und wilden Spekulationen. Während die Mehrheit der Ansicht ist, dass das iPhone 5 einfach nicht so stark nachgefragt wird wie ursprünglich vermutet, wird auch gemutmaßt, ob das Ganze nicht vielleicht doch damit zu tun hat, dass Apple schon bald einen Nachfolger auf den Markt bringen wird.

High End-Modelle weniger gefragt

Generell scheint die Nachfrage nach teuren High End-Modellen Ende 2012 etwas zurückgegangen zu sein, denn wie die Kollegen von areamobile.de berichten hat auch Samsung im vierten Quartal 2012 weniger Exemplare des Samsung Galaxy S3 verkauft als im vorherigen Quartal. Beim Verkaufsstart des iPhone 5 gab es noch Bedenken, ob die Kapazitäten der Zulieferer überhaupt ausreichen würden, um genügend Komponenten herzustellen. Apple-Zulieferer Foxconn erklärte sogar öffentlich, dass es nicht möglich sei, die von Apple gewünschte Liefermenge herzustellen.

Ist der Markt für High End-Smartphones derzeit einfach gesättigt? (Quelle: apple.com)

Analyst prognostiziert schwierige Zeiten für Apple

Bereits im Dezember 2012 hatte Analyst Steven Milunovich verlauten lassen, dass er davon ausgeht, dass Apple 2013 ein schwieriges Jahr bevorsteht. Milunovich senkte seine Prognosen für iPhone- und iPad-Verkäufe um fünf Millionen bzw. zwei Millionen Geräte pro Quartal. Entsprechend hat der Analyst auch die Gewinnprognose für Apple nach unten hin korrigiert.

Tatsächliche Gründe noch offen

Momentan lässt sich nur vermuten, was der Grund für die Reduzierung der Bestellmengen bei Apple sein könnte. Plausibel klingen alle möglichen Gründe. Am 23. Januar 2013 wird Apple die aktuellen Geschäftszahlen präsentieren, dann sollte klar werden, was die Gründe dafür sind, dass die Komponenten-Bestellungen zurückgefahren wurden.