iPhone 6 verursacht Lieferengpässe bei der Konkurrenz

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iPhone6-6(© 2014 Martin Hajek)

Wenn Apple nach seiner Keynote am 9. September seine neuen Geräte ausliefert, etwa das iPhone 6, die iWatch und das iPad Air 2, haben Transportdienste in den kommenden Wochen alle Hände voll zu tun. Der iKonzern reserviert quasi die Verbindungen nach China – Hersteller wie Samsung oder HTC haben das Nachsehen, fürchten Analysen.

Mehrere Analysten malen sich TechCrunch zufolge geradezu ein Schreckensszenario für die Lieferung mobiler Geräte aus China in diesem Herbst aus. Ein Horror für alle Hersteller – nur nicht für Apple. Die Apfelbauer haben längst sämtliche Transportdienste für die Geräte-Ernte im Herbst auf Spur gebracht und die Mehrzahl der Frachtwege reserviert. Creative Strategies-Analyst Ben Bajarin etwa geht davon aus, dass Apple in den Herbstmonaten weit über 60 Millionen Geräte ausliefern muss. Vorausgesetzt, die Produktionsstätten halten mit der Nachfrage Schritt.

iPhone 6-Release als hohe Belastung für die Lieferdienste

Dienstleister wie FedEx oder UPS dürften dann bis zur Oberkante ausgebucht sein. Samsung hat das bereits vorausgesehen. „Im letzten Quartal beförderte Samsung 78 Millionen Smartphones. Sie haben die Lieferwege geflutet, um vorbeugend der Nachfrage Herr werden zu können“, so Bajarin. Hinzu kommt, dass schon seit Längerem spekuliert wird, dass die Konkurrenz aufgrund der großen Materialnachfrage bei Apple mit Engpässen rechnen oder die eigenen Produkte teurer verkaufen müsste.

Kopf-an-Kopf-Rennen von Apple und Samsung

Demnach könnte es im Herbst doch noch ein ebenbürtiges Gerangel zwischen Apple und Samsung geben, was die Verkaufszahlen betrifft. Aber warum wird Apple eigentlich bevorzugt? Offenbar wurde erst kürzlich einem anderen Hersteller der Liefertermin vermasselt, weil Frachtdienstleister von einem „sehr wichtigen Kunden“ ausgebucht worden sind. Steve Jobs machte schon 1997 klar, wer ganz oben in der Tech-Nahrungskette steht: Damit sein  iMac überall rechtzeitig unter den Weihnachtsbäumen stehen konnte, investierte Jobs 50 Millionen Dollar in die teurere Luftfracht. Hersteller wie Compaq oder HP hatten unter dem Schachzug spürbar zu leiden. Sie mussten verstärkt auf den langsamen Seeweg ausweichen.


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