iPhone 7: Mit diesen Features wird es ein Killer-Phone

Her damit !109
Konzeptdesign: So könnte das nächste Apple-Smartphone aussehen
Konzeptdesign: So könnte das nächste Apple-Smartphone aussehen(© 2014 Behance/Grisha Serov)

Noch dauert es fast ein Jahr, bis Apple die nächste iPhone-Generation präsentieren wird. Bereits jetzt wird aber schon heiß diskutiert, welche Funktionen das kommende Apple-Smartphone mitbringt. Wir fassen den aktuellen Informationsstand zusammen und sagen, welche Features vorstellbar sind - und welche technisch bald möglich sein werden.

iPhone 7 statt iPhone 6s

iPhone 3GS, iPhone 4s und iPhone 5s: Seit nunmehr sechs Jahren folgt auf die Einführung einer neuen iPhone-Generation rund ein Jahr später ein „s“-Modell  mit überarbeiteter Hardware und neuen Funktionen. Lediglich in Zwei-Jahres-Abständen präsentierte Apple gänzlich neue Modellreihen. Mit der kommenden iPhone-Generation könnte sich dies nun ändern. So wird derzeit diskutiert, dass Apple auch aus psychologischen Gründen im kommenden Jahr gleich zum iPhone 7 übergehen wird, um nach dem großen Verkaufserfolg der iPhone-6-Modelle mit einem „iPhone 6s“ im nächsten Jahr beim Anwender nicht den Eindruck eines eher geringfügigen Updates zu hinterlassen. Dies erscheint durchaus im Bereich des Möglichen, würde Apple aber auch unter einen gewissen Druck setzen, das Design seiner Modelle erneut zu überarbeiten, gingen doch bislang mehr oder weniger umfangreiche Gehäuseänderungen meist mit einer namentlich neuen iPhone-Generation einher.

Darüber hinaus ist es denkbar, dass Apple in den kommenden Jahren die Nummerierung der iPhone-Generationen gänzlich einstellen und zu einem anderen Namensschema übergehen wird. Denn auch Apple wird vermutlich darüber nachdenken, dass „iPhone 12“ oder „iPhone 13“ weniger nach Innovation und State-of-the-Art-Technologie als nach langweiliger Selbstkopie klingt.

Die passende Größe für jeden

Nach einer Analyse der iPhone-6-Verkäufe in den USA in den ersten 30 Tagen nach der Markteinführung soll das iPhone 6 Plus etwa ein Viertel aller über den Ladentisch gegangen neuen iPhones ausmachen. Das kleinere iPhone 6 würde sich somit deutlich besser verkaufen, steht dabei aber gleichzeitig stärker in der Kritik als sein großer Bruder – vom fragwürdigen „Bendgate“ einmal abgesehen. Sowohl Anwender als auch Journalisten vertreten verschiedene Ansichten, wenn es um die Frage geht, ob die Größe des iPhone 6 nun eine mehr oder weniger komfortable (Einhand-)-Bedienung ermöglicht oder nicht. Auch wir bei CURVED sind diesbezüglich nicht unbedingt immer einer Meinung, wie hier und hier nachzulesen ist.

Gefühlt melden sich aber nun tatsächlich mehr Kritiker als Befürworter der 4,7-Zoll-Größe des iPhone 6 zu Wort, was die Überlegung nahelegt, dass Apple mit dem iPhone 7 sogar einen Schritt in Sachen-Display-Größe zurückgehen könnte. Nicht, indem das iPhone 6 oder gar das iPhone 6 Plus durch ein kleineres Modell ersetzt wird – aber durch die Einführung eines weiteren Modells, das möglicherweise wieder das 4-Zoll-Display des iPhone 5 und 5s bietet. Sicher: Das iPhone 5s selbst ist derzeit sowieso noch erhältlich (und wird es auch zumindest bis Ende 2015 möglicherweise bleiben), aber ein neues „Mini“-iPhone müsste 2015 dann doch einige technologische Features zumindest des iPhone 6, wie etwa den A8-Prozessor oder die NFC-Unterstützung für Apple Pay, bieten.

Mit möglicherweise drei verschiedenen iPhone-7-Modellen könnte Apple also auch diejenigen Käufer gewinnen, die in diesem Jahr lieber bei Ihrem 4-Zoll-iPhone geblieben sind. Die weitere Segmentierung des iPhone-Portfolios würde dabei für Apple zudem kein Problem (mehr) darstellen – die Zeiten, in denen man gerade die besonders schmale Modellpalette einer Geräteklasse als Feature vermarktete sind schon länger vorbei. Bleibt nur die Frage, ob sich ein weiter aufgefächertes iPhone-Angebot auch produktionstechnisch für Apple rentabel genug umsetzen ließe.

Die Zukunft ist dreidimensional

Das nächste iPhone muss mindestens ein neues – so abgenutzt der Begriff auch sein mag – „Killer-Feature“ besitzen, ähnlich wie seinerzeit Touch ID, Siri oder mit Abstrichen auch die Einführung von NFC. In der Gunst der iPhone-Propheten weit vorn liegt dabei derzeit die Einführung eines 3D-Displays. Eine solche Bildschirmtechnologie im iPhone müsste aber zumindest einen nachvollziehbaren praktischen Nutzen bieten, der es Apple ermöglicht, das iPhone deutlich gegenüber Konkurrenzprodukten abzusetzen, die bereits früher mit solchen Technologien aufwarten konnten. Es muss also mehr als die optische „Spielerei“ sein, als die zum Beispiel der 3D-Bildschirm des Amazon Fire Phone vielfach betrachtet wird – oder zumindest qualitativ ausgereifter.

Eine Möglichkeit solch einen Mehrwert zu erreichen, sind sogenannte Lichtfeld-Displays, die hologrammähnliche Bilder erzeugen. Mit solchen von einem Smartphone generierten Bildern ließen sich dabei nicht nur die Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen effektiv beeindrucken, sie haben gegenüber „gewöhnlichen“ 3D-Effekten zum Beispiel auch den tatsächlichen Vorteil, dass sie mehr oder weniger unabhängig vom Betrachtungswinkel sind. Was immer noch nach absoluter Zukunftsmusik klingt, scheint dabei tatsächlich auch für Smartphones nicht mehr in allzu weiter Ferne zu sein. So geht Dr. Hussein S. El-Ghoroury, der bereits seit rund zehn Jahren mit dem Start-up-Unternehmen Ostendo Technologies in Kalifornien an Mini-Projektoren zur Erzeugung von 3D-Bildern arbeitet, davon aus, dass in zwei bis drei Jahren qualitativ hochwertige Lichtfeld-Displays in Smartphones und anderen Geräten bereits verbreitet sein werden. Wie das Wall Street Journal in diesem Jahr in einem Artikel über Ostendo berichtete, sollen die ersten 3D-fähigen Mini-Projektoren, die mit Linse nur etwa die Größe der im iPhone verwendeten Kamera besitzen, bereits in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres gefertigt werden.

Ob Apple nun also tatsächlich bereits im iPhone 7 auf eine solche Technologie setzen wird, ist natürlich fraglich. Tatsache ist jedoch, dass gerade Bildschirmtechnologien einen großen Raum für die Weiterentwicklung von Smartphones bieten. Apple selbst wurde bereits ein Patent bezüglich eines „Interactive holographic Display Device“ zugesprochen, das – wie der Name schon andeutet – sogar die Interaktion mit Projektionen erlaubt, also zum Beispiel das Bewegen von Objekten. Der nächste große Schritt in Sachen Display-Technologie für das iPhone könnte also näher sein, als derzeit vielleicht noch vorstellbar ist.

Größter Entwicklungssprung der iPhone-Kamera

Eindeutig erwartet werden kann natürlich einmal mehr eine verbesserte Kamera im nächsten iPhone. Bereits beim iPhone 6 und früheren Modellen hat Apple sehr viel Wert auf die Betonung neuer Kamerafunktionen gelegt, da das Smartphone eine zusätzliche Digitalkamera für zahlreiche Anwender bereits ersetzt hat. Eine Quelle von John Gruber, unter anderem Betreiber des berühmten Technologie-Blogs Daring Fireball, soll diesem nun zugetragen haben, dass die Kamera im kommenden iPhone den größten technologischen Sprung bislang darstellen könnte. Die Rede ist in diesem Zusammenhang von einem Zwei-Linsen-System, das Aufnahmen in DSLR-Qualität ermöglichen soll. Leider sind in diesem Zusammenhang derzeit jedoch keine weiteren technischen Details bekannt. Weiterhin wird aber vermutet, dass Sonys für Anfang 2015 angekündigter Bildsensor Exmor RS IMX230, der 21 Megapixel und ein Phasenautofokussystem bietet, eine Option für das iPhone 7 darstellen könnte. Immerhin setzte Apple schon in der Vergangenheit auf Sony-Sensoren für das iPhone. Ein mehr oder weniger exklusiver Einsatz des Sensors im kommenden Z3-Nachfolger von Sony erscheint jedoch wahrscheinlicher. Aber so oder so: Die Zeit für einen großen Entwicklungssprung der iPhone-Kamera ist tatsächlich gekommen.

Wasserstoff-Brennstoffzelle im Handy?

Was wünschen wir uns alle für das iPhone 7? Genau: eine weiter verbesserte Akkulaufzeit. Bereits Mitte des Jahres sorgte ein Bericht der Daily Mail für Aufsehen, Apple würde mit dem Britischen Unternehmen Intelligent Energy zusammenarbeiten, um langfristig Brennstoffzellen als Energiequelle in mobilen Geräten einsetzen zu können. Solche Brennstoffzellen können zum Beispiel Wasserstoff in elektrische Energie umwandeln, aber genau hier liegt auch das Problem wenn es um die Brennstoffzelle als Akku-Ersatz geht. Brennstoffzellen müssen regelmäßig betankt und können nicht einfach aufgeladen werden wie ein klassischer Akku. Eine realistische Nutzung als Batterieersatz in Mobilgeräten erscheint quasi unmöglich. Aber: als Ersatz für das Netzteil oder als externer Energielieferant für unterwegs sind Brennstoffzellen nutzbar. So ist mittlerweile mit Upp von Intelligent Energy auch eine erste Brennstoffzelle für die Energieversorgung von Mobilgeräten in Großbritannien erhältlich. Diese soll einem Smartphone eine Woche zusätzliche Laufzeit bieten – ohne aufgeladen werden zu müssen. Ist eine Upp-Kartusche leer, muss sie erneut an einer Ladestation betankt werden. Diese Ladestationen sollen sich über die zugehörige App einfach finden lassen.

Fazit

Klar, man kann nur spekulieren, wenn es um das kommende iPhone geht. Einige zukünftige Funktionen und Merkmale sind allerdings wahrscheinlicher als andere. Und manchmal sind sogar zunächst abseitig anmutende Features, wie ein Bildschirm der hologrammartige 3D-Projektionen ermöglicht, bei genauerer Betrachtung gar nicht mehr so unwahrscheinlich – auch wenn eine solche Technologie vielleicht erst im iPhone 8 zum Einsatz kommen könnte.


Weitere Artikel zum Thema
iOS 10.2: Apple veröf­fent­licht die fünfte Beta – Release für alle naht
Michael Keller3
Her damit !15Mit iOS 10.2 kommen neue Emojis auf iPhone und iPad
Apple hat die Beta 5 von iOS 10.2 für Entwickler und öffentliche Tester zur Verfügung gestellt. Der Release für die Allgemeinheit rückt damit näher.
Xperia XZ & Co: Sony stellt Android Nougat-Update in offi­zi­el­lem Video vor
Guido Karsten
Her damit !25Sony Xperia Nougat YouTube
Xperia XZ und Xperia X Performance erhalten bereits ihre Updates mit Android 7.0 Nougat. Ein offizielles Video zeigt nun, was die neue Version kann.
Galaxy S8: Dual-Kamera vermut­lich nur in der großen Ausfüh­rung
Michael Keller3
Her damit !10Der (kleine) Nachfolger des Galaxy S7 soll ebenfalls eine einfache Kamera erhalten
Das Galaxy S8 soll eine Dual-Kamera erhalten – allerdings könnte Samsung dieses Feature exklusiv in die große Ausführung des Smartphones integrieren.