iPhone 8 "Made in Germany": Bosch soll Sensoren liefern

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Das Design des iPhone 8 – hier im Konzept – ist bisher noch unbekannt
Das Design des iPhone 8 – hier im Konzept – ist bisher noch unbekannt(© 2016 YouTube.com/ConceptsiPhone)

Ein Teil des iPhone 8 kommt offenbar aus Deutschland: Gerüchten aus der Zulieferkette zufolge wird Bosch einen Teil der Bewegungssensoren für das kommende Apple-Smartphone liefern. Schon jetzt steuert das Unternehmen aus Gerlingen Komponenten für das iPhone 7 bei.

Der Deal zwischen Bosch und Apple geht zulasten von InvenSense Inc., dem Unternehmen, das aktuell die Bewegungssensoren für iPhones herstellt, berichtet Bloomberg. Bosch könnte einen Großteil der Produktion für das iPhone 8 übernehmen – bis zu 50 Prozent der Sensoren könnten aus Deutschland kommen. Nach dem Bekanntwerden des Gerüchts fiel die Aktie von InvenSense: Knapp 60 Prozent der Einnahmen des Unternehmens sollen derzeit durch Aufträge von Apple generiert werden. Teardowns hätten ergeben, dass die Bewegungssensoren im iPhone 6s und im iPhone 7 exklusiv von InvenSense stammen.

Taktische Vergabe durch Apple

Apple versuche stets, die Aufträge für bestimmte iPhone-Teile auf mindestens zwei Zulieferer zu verteilen. Auf diese Weise habe es das Unternehmen einfacher, niedrige Preise auszuhandeln. InvenSense sei deshalb nicht überrascht von Apples Entscheidung, einen Teil der Produktion für das iPhone 8 anderweitig zu vergeben. Man hätte nicht damit gerechnet, den Auftrag über einen langen Zeitraum exklusiv zu erhalten.

Bisher handelt es sich aber nur um Gerüchte: Weder Apple noch Bosch oder InvenSense wollten den Bericht bestätigen. Letztlich werden wir bis zum ersten Teardown von iFixit und Co. warten müssen, bis wir genau wissen, von wem die Bewegungssensoren im iPhone 8 stammen. Bis dahin könnte es noch eine Weile dauern: Gerüchten zufolge will Apple sein Jubiläums-iPhone zwar im September 2017 der Öffentlichkeit vorstellen, der Release soll aber erst später stattfinden.

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