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iPhone: Face ID ist sicherer als ein Flughafen

Zwei Männer mit iPhone 11 Pro und AirPods Pro
Face ID auf eurem iPhone könnt ihr nicht so einfach austricksen (© 2019 Apple )
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17.12.19 von

Lars Wertgen

Das Fazit dieses Versuchs dürfte Apple und alle iPhone-Nutzer freuen, bei Flughafengesellschaften aber für reichlich Kopfschmerzen sorgen. Face ID, die Gesichtserkennung von Apple, lässt sich nicht so leicht austricksen wie eine ähnliche Technologie am Airport.

Von einfachen Fotos bis zu aufwendig hergestellten 3D-Masken: Kneron, ein Unternehmen für künstliche Intelligenz, hat untersucht, wie leicht sich Gesichtserkennungstechnologien überlisten lassen. Sie probierten es in diversen Geschäften, Bahnhöfen und auch Flughäfen. Viele Systeme hielten dem Test nicht stand, anders sah es unter anderem bei Apples Face ID aus. Im Versuch kam ein iPhone X zum Einsatz, also das älteste Smartphone mit jener Entsperrmethode. Im aktuellen iPhone 11 gibt es sogar bereits eine optimierte Gesichtserkennung.

Flughafen fällt durch: Ein Smartphone-Foto reicht

Während ihr also beruhigt sein könnt, dass ein Dritter selbst mit aufwendigen Mitteln Face ID nicht so einfach überlisten kann, sieht es auf Flughäfen kritischer aus. Die Tester hielten beim Self-Boarding-Terminal des Flughafens Schiphol, dem größten Airport der Niederlande, einfach ein Handy-Foto in die Kamera und verschafften sich so Zutritt.

Gesichtserkennungsterminals an chinesischen Bahnhöfen schnitten besser ab, ließen sich aber noch von 3D-Masken überlisten. Auch die Systeme in Geschäften fielen auf den Trick herein. In China ist die Gesichtserkennung weit verbreitet, auch um sich beim Bezahlen zu identifizieren. Die Gefahr von Betrug und Identitätsdiebstahl ist bei Geschäften und an Flughäfen also wohl höher als für iPhone-Nutzer.

Apple forscht weiter an Verbesserungen

Ziel des Tests war es, die Grenzen der Technologie zu ermitteln, um Erkenntnisse für eine bessere Gesichtserkennung zu gewinnen. Vielleicht sollten die Unternehmen, die für jene Systeme an Flughäfen und Co. verantwortlich sind, mal bei Apple vorbeischauen. Die Technik aus Cupertino galt (im Smartphone-Segment) bereits zuvor als äußerst sicher.

Und das Unternehmen arbeitet weiter an Verbesserungen. Face ID soll künftig eineiige Zwillinge besser auseinanderhalten können und Bewegungen der Gesichtsmuskeln genauer erkennen. Dies würde Betrugsversuche mit Masken noch einmal erschweren – und euer nächstes iPhone noch mehr vor Zugriff von Dritten schützen.

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