iPhone hot, iPad not: Die neuen Apple-Zahlen kompakt

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Tim Cook
Tim Cook(© 2014 Apple)

Rekorde, die enttäuschen: Apple hat am Dienstag erneut Rekordzahlen vorgelegt, die Börse reagiert dennoch ernüchtert. Wo der Konzern jetzt nachbessern muss.

35,2 Millionen iPhones hat Apple im zweiten Quartal 2014 an den Mann gebracht, was den Gewinn auf 5,7 Milliarden Euro steigert. Das sind fast 13 Prozent mehr als in der gleichen Zeit 2013.

Gar nicht gut läuft es für Apple mit dem iPad. Laut Apple sank der Umsatz mit 13,2 Millionen verkauften Exemplaren um 9,2 Prozent.

Wegen des geringen Absatzes der iPads blieb auch der Gesamtumsatz unter den erwarteten 38 Milliarden Dollar auf 37,43 Milliarden Dollar.

Der Anstieg bei den iPhone-Verkäufe wird vorrangig von China, Brasilien, Russland und Indien getragen. Allein in China stiegen die Verkäufe um 48 Prozent - vor allem dank des Deals mit dem Provider China Mobile.

Leichte Anstiege lassen sich bei den Mac-Verkäufen verzeichnen: 4,4 Millionen Computer setzte Apple ab im Vergleich zu 3,8 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Verkaufte das Unternehmen im dritten fiskalischen Quartal 2013 noch 4,6 Millionen iPods, waren es in diesem Quartal nur noch 2,2 Millionen.

Für das laufende Quartal gibt Apple eine Umsatz-Prognose von 37 bis 40 Milliarden Dollar. Die erwartete Marge liegt zwischen 37 und 38 Prozent.

Was heißt das?

Apples Markterfolg ist weiterhin extrem abhängig vom iPhone, das weiterhin der absolute Bestseller - Apple-intern und branchenweit - bleibt. Die Rückgänge bei den iPad-Verkäufen sind ein weiteres Indiz dafür, dass der Tablet-Markt zunehmend gesättigt ist. Darüber hinaus spielt der iPod faktisch keine Rolle mehr. Solide zeigt sich weiterhin die Mac-Sparte, die mit den neuen, günstigeren Einsteiger-iMacs im laufenden Quartal nochmal zulegen dürfte. Die Ernüchterung an der Wall Street ist einmal mehr die Strafe dafür, dass der Konzern nach Erfindungen wie dem iPhone und dem iPad seinen Pionierstatus nicht beibehält. Für CEO Tim Cook heißt das: Bei der nächsten, wichtigen iPhone-Keynote im September muss sein Unternehmen liefern - und zwar mehr als nur ein Update. Die iWatch ist Pflicht.


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