iPhone soll Apple zufolge Reisepass ersetzen

Apples Patent für einen digitalen Ausweis auf dem iPhone bezieht auch Face ID mit ein
Apples Patent für einen digitalen Ausweis auf dem iPhone bezieht auch Face ID mit ein(© 2018 CURVED)

Statt des Reisepasses am Flughafen nur noch das iPhone zücken? Tatsächlich scheint Apple an einer Technologie zu arbeiten, die dieses Szenario möglich machen könnte. Das legt jetzt zumindest ein Patent der Firma nahe.

Die Dokumente, die Apple den US-Behörden am 30. März vorgelegt hat und die nun veröffentlicht wurden, könnten das iPhone wie einen Ausweis funktionieren lassen. Überschrieben ist das Patent mit dem Titel “document importation into secure element” (zu Deutsch etwa “Dokument-Import in einen abgesicherten Bereich”), wie Appleinsider berichtet. Beschrieben wird darin, wie sich Ausweis-Informationen aus einer Quelle in ein System übertragen lassen – und wie diese dann gegenüber entsprechenden Behörden als Identitätsnachweis präsentiert werden könnten.

Apple-Patent skizziert Abruf von sensiblen Daten

Um die Funktion als Reisepass oder Ausweis übernehmen zu können, würde das iPhone durch die Übertragungstechniken RFID (Radio-Frequency Identification) oder NFC (Near Field Communication) auf Teile von Informationen eines offiziellen Ausweisdokuments zugreifen, diese speichern, und sie dann bei Bedarf gegenüber entsprechenden Behörden präsentieren. Um das zu ermöglichen, müsste der Nutzer sich selbst per Passwort, Fingerabdruck oder Face-ID identifizieren.

Die beschriebene Technologie hätte viele Einsatzmöglichkeiten, unter anderem als Ersatz für Schlüsselkarten, die Mitarbeitern etwa Zutritt zu einem Firmengebäude verschaffen. Um ein iPhone als wirklichen Ersatz für einen Reisepass zu nutzen, müssten allerdings erst entsprechende Gesetze geändert werden, die den Verzicht auf das Mitführen offizieller Dokumente erlauben würden. Bis dahin scheint es noch ein weiter Weg. Aber wie Apple unter anderem mit der Einführung von Apple Pay in Deutschland zeigt, scheint der Konzern darauf aus zu sein, für seine Smartphones möglichst vielfältige Einsatzmöglichkeiten zu finden.

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