iPhone X: Apple macht weniger Gewinn als mit anderen Smartphones

Gerade am hochpreisigen iPhone X verdient Apple angeblich verhältnismäßig wenig
Gerade am hochpreisigen iPhone X verdient Apple angeblich verhältnismäßig wenig(© 2017 CURVED)

Wer ein iPhone X sein Eigen nennen möchte, der muss 1149 Euro oder 1319 Euro dafür hinlegen. Trotz des Preises soll Apple aber vergleichsweise wenig an dem Smartphone verdienen. Die vielen neuen Komponenten, die Ihr in unserem Hands-on näher begutachten könnt, schmälern offenbar deutlich die Marge des US-Unternehmens.

Was das iPhone X in Zukunft seine Nutzer kosten wird, das hat Apple im Rahmen seiner Keynote bekannt gegeben. Was das Unternehmen im umgekehrten Fall für die Einzelteile des Smartphones an seine Zulieferer abtreten muss, das wollen die Analysten der Susquehanna International Group laut eines Berichts vom Wall Street Journal nun in Erfahrung gebracht haben. Die ermittelten Kosten übersteigen dabei deutlich den Gesamtpreis für Einzelteile, der zuvor im Internet kursierte.

Nachfolger dürften sich mehr lohnen

Laut der Analysten sollen die Einzelteile nämlich zusammen umgerechnet gut 486 Euro kosten, während die Teile für ein iPhone 7 angeblich bereits für etwa 208 Euro zu bekommen sind. Obwohl die Kosten also mehr als das Doppelte betragen sollen, sei der Verkaufspreis im Schnitt nur etwa 50 Prozent höher. Dies führe zu einer vergleichsweise geringen Marge für Apple.

Wie genau die Schätzungen sind, kann derzeit allerdings niemand sagen. Sowohl die frühere als auch diese neuere Schätzung basiert auf Preisen aus der Zulieferindustrie. Wie nah diese Werte aber wirklich an denen sind, die Apple mit jedem einzelnen Partner ausgehandelt hat, ist völlig offen.

Schon wegen des neuen Displays, dem Design und Face ID dürften auch die Entwicklungskosten für das iPhone X sehr viel höher gewesen sein als beispielsweise beim iPhone 8. Apple wird aber in Nachfolgern viele dieser neuen Komponenten und Technologien erneut einsetzen – und damit wird auch der Gewinn pro Gerät wieder höher ausfallen, als es beim Jubiläumsmodell vielleicht der Fall ist.