iPod-Rechtsstreit endet mit Freispruch für Apple

Die Jury hat entschieden, dass Apple mit iTunes und dem iPod kein Kartellgesetz verletzt hat
Die Jury hat entschieden, dass Apple mit iTunes und dem iPod kein Kartellgesetz verletzt hat(© 2014 CC: Flickr/Karen Neoh)

Keine Milliardenstrafe für Apple: Eine achtköpfige Jury hat entschieden, dass die 2006 von Apple für iTunes und iPod eingeführten Sicherheitsmaßnahmen für die Nutzer von Vorteil gewesen seien. Bei dem Prozess war es um die Schadenersatzklage von einer Milliarde Dollar gegangen.

Apple war vorgeworfen worden, mit der Erschwerung des Zugangs zu iTunes und dem iPod für Drittanbieter den Wettbewerb verzerrt und anderen Firmen geschadet zu haben. Das Urteil der Jury zugunsten von Apple wurde einstimmig getroffen, berichtet The Verge. Demnach hat Apple kein Kartellgesetz der USA verletzt. Das Urteil vom 16. Dezember 2014 samt Begründung ist im Internet einsehbar.

Freiheit vs. Sicherheit

Apple begrüßte die Entscheidung der Jury und bedankte sich für das Urteil. Das Unternehmen habe iPod und iTunes entwickelt, um "unseren Kunden die weltbeste Art zum Musikhören zu ermöglichen". Die Updates hätten immer zum Ziel gehabt, das Erlebnis der Nutzer zu verbessern. Der Anwalt der Kläger kündigte an, in Berufung zu gehen.

Dass Apple mit seinem relativ geschlossenen Ökosystem anderen Plattformen in Bezug auf die Sicherheit einen Schritt voraus ist, gilt als unbestritten. Dennoch ist ein nicht ganz unwesentlicher Nebeneffekt dieses Systems, dass Nutzer gezwungen werden, ihre Musik für den iPod ausschließlich über iTunes zu beziehen. Apple-Mitarbeiter Rod Schultz hatte erst vor Kurzem in dem Prozess ausgesagt. Anhand seiner Äußerungen lassen sich die Vor- und Nachteile dieser Apple-Strategie relativ deutlich ablesen: Denn er beschuldigte Apple zwar, Drittanbieter ausgeschlossen zu haben, gab aber gleichzeitig den Nutzen dieses Vorgehens für die Kunden im Bereich Sicherheit zu.


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