Isotonischer Drink: Gibt es bessere Sportgetränke als alkoholfreies Bier?

Es gibt noch ein besseres isotonisches Sportlergetränk als alkoholfreies Bier – darauf kommt ihr nie.
Es gibt noch ein besseres isotonisches Sportlergetränk als alkoholfreies Bier – darauf kommt ihr nie.(© 2018 CURVED)

Die Deutschen und ihr Bier: Selbst unsere Sportler schwören auf den herben Gerstensaft, natürlich in der alkoholfreien Variante. Nun mutmaßte schon die New Yorker Times, ob unser kühles Blondes uns bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang als isotonisches Sportlergetränk so viele Medaillen bescherte. Könnte da etwas dran sein? Fakt ist, dass es noch ein anderes ideales Sportlergetränk gibt, auf das ihr sicher nicht so leicht kommt.

Auch Wintersportler lassen viel Schweiß und Tränen auf der Strecke: Damit der Flüssigkeitshaushalt im Körper wieder stimmt und die Muskeln schneller regenerieren, sollten bei hohen Belastungen nicht nur Wasser nachgeschenkt werden, sondern auch die Elektrolyte im Blut. Alkoholfreies Bier ist unserem Blut sehr ähnlich und liefert als isotonisches Getränk gleich viele Zuckermoleküle und Elektrolyte – nämlich vor allem Magnesium, Calcium und Kalium. Zusätzlich unterstützen B-Vitamine den Energiestoffwechsel von Muskeln sowie Nerven und den Proteinhaushalt.

Ursprünglich für die Zielgruppe der Autofahrer vermarktet, wusste die Bierindustrie schon bald die isotonischen Eigenschaften für Sportler anzupreisen – Werbespots von Erdinger alkoholfrei, Clausthaler und Co. machen es vor. Bis dato gab es allerdings keine sportwissenschaftlichen Belege für die Vorteile von alkoholfreiem Gerstensaft für Sportler. Die hat der Arzt des deutschen Ski-Teams, Johannes Scherr, jetzt aber nachgereicht mit einer Studie mit Marathonläufern: Die haben vor und nach ihren Läufen alkoholfreies Bier getrunken. Fun fact: Dafür haben sie 3.500 Liter Bier nach Pyeongchang überführt.

Ein weiteres isotonisches "Getränk", das sich besser für Leistungssportler eignet

Tatsächlich stellte sich heraus, dass alkoholfreies Bier nicht schlecht ist für Sportler, es aber durchaus ein besseres isotonisches Getränk gibt, auf das ihr vermutlich so schnell nicht gekommen wärt: Kakao. Der enthält nämlich noch mehr Zucker (und Leistungssportler brauchen bekanntlich Energie) und ist reich an Eiweiß, wie Christine Graf, Professorin für Bewegungs- und Neurowissenschaften, im Interview mit Deutschlandfunk Nova verraten hat. Die Proteine in dem Milchgetränk unterstützen die Regeneration der Muskeln. Ein klarer Vorteil gegenüber alkoholfreiem Bier ist auch die Tatsache, dass nicht alle Sorten komplett auf Alkohol verzichten: Restalkohol von bis zu 0,5 Prozent ist keine Seltenheit. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte das Etikett studieren und darauf achten, dass dort der Hinweis 0,0 Prozent Alkohol vermerkt ist. Oder aber ihr greift zu Apfelschorle, am besten selbst gemixt, damit kein zusätzlicher Zucker drin ist: Die ist nämlich auch isotonisch und gleicht den Flüssigkeitshaushalt nach dem Sport wieder aus.

Könnt ihr euch vorstellen, euch nach dem Training einen heißen Kakao einzuflößen? Für Wintersportler dürften das schöne Aussichten sein, für alle anderen bleibt wohl erstmal der Griff zur Wasserflasche die erste Wahl. Für den Nachdurst tut es dann künftig vielleicht ein Kakao statt einem Proteinshake. Fakt ist aber, dass eine Tasse Kakao 200 bis 250 Kalorien liefert und ein alkoholfreies Bier auch bis zu 150 Kalorien enthält. Wer abnehmen möchte, sollte Wasser daher in jedem Fall bevorzugen. Das reicht auch völlig aus, wenn man nicht extrem viel schwitzt oder Leistungssportler ist. Viel hilft außerdem nicht viel, sondern torpediert dann eher den Traum vom Sixpack. Wenn ihr auch noch wissen wollt, was ihr nach dem Sport essen sollt, oder welche Fitness-Grätschen ihr bei der Regeneration vermeiden solltet, lest unsere Ratgeber dazu.


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