Chef weg, Team verkleinert: Ist Google+ gescheitert?

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Vic Gundotra
Vic Gundotra(© 2014 CC: Flickr/privateidentity)

Google+ hat am Donnerstag nicht nur seinen Chef und Ziehvater verloren, sondern womöglich auch seinen prominenten Status in Googles Portfolio. Einem Bericht von TechCrunch zufolge sind die Zeiten vorbei, in denen Google sein soziales Netzwerk mit aller Kraft in andere Angebote integrieren will. Steht Google+ gar vor dem Aus?

Vic Gundotra kündigte am Donnerstag an, seinen Arbeitgeber Google nach acht Jahren zu verlassen. Damit geht der Mann, der „Google+ aus dem Nichts aufgebaut“ hat, so die Worte von Google-CEO Larry Page. Die nette Verabschiedung veröffentlichte Gundotras ehemaliger Arbeitgeber natürlich via Google+, das nach dem Abgang seines führenden Kopfes allerdings beim Online-Riesen nicht mehr allzu hoch im Kurs stehen soll.

Google+ verliert mehr als 1000 Mitarbeiter

Google versetzt dem Bericht zufolge 1000 bis 1200 Angestellte aus dem Team seines sozialen Netzwerks in andere Positionen, darunter nicht zuletzt die Kernmannschaft von Gundotra. So soll das Team von Google Hangouts künftig unter dem Dach des Android-Teams arbeiten, auch wenn die Chat-Funktion sich mit iOS- und Web-Apps eigentlich nicht auf Googles mobiles Betriebssystem beschränkt.

Google gibt sich Facebook geschlagen

Totgesagt sei das soziale Netzwerk zwar nicht, ohne seinen führenden Kopf und große Mengen seiner Ressourcen stilisiert TechCrunch Google+ aber als „lebenden Toten“: Der Dienst werde weiterlaufen, jedoch nicht mehr als wichtiges Konkurrenzprodukt zu Facebook und Co., sondern als gegebene Plattform mit deutlich weniger Bedeutung für das Unternehmen. Das immer wieder kritisierte Aufdrängen des Dienstes in anderen Google-Angeboten soll damit ein Ende finden.

Von Seiten des Unternehmens werden derlei Konsequenzen aus Gundotras Abgang dementiert, an der Google+-Strategie soll sich nichts geändert haben. Was zuerst kam, der Abgang seines Ziehvaters oder die Herabstufung seines Babys, lässt TechCrunch offen.


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