iTunes-Placement statt Geld: Kanye West sauer auf Apple

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Wenn ein Künstler wie Kanye West für Apple auftritt, gibt es offenbar kein Geld dafür
Wenn ein Künstler wie Kanye West für Apple auftritt, gibt es offenbar kein Geld dafür(© 2014 CC: Flickr/Jason Persse)

Wer als Künstler auf iTunes auffällig gelistet wird, genießt natürlich gewisse Vorteile bei den Verkäufen. Das reicht Kanye West aber nicht: In einem Interview mit Bloomberg kritisierte er ganz offen Apples Politik, teilnehmende Künstler des iTunes Festivals nicht mit Geld, sondern mit iTunes-Placements zu bezahlen.

Bereits im März ging das diesjährige South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin über die Bühne. Festivals, Konferenzen, Fachausstellungen – volles Programm über mehrere Tage hinweg. Apple hat mitgemischt und im Rahmen des iTunes Festivals einige Künstler auftreten lassen. Unter anderem mit dabei: Coldplay, Imagine Dragons und Keith Urban. Kanye West hatte keinen Auftritt. Der lässt es sich aber nicht nehmen, wiederholt gegen Apple zu mosern. Demnach soll Apple die engagierten Künstler adäquat bezahlen und nicht nur mit ansprechenden Platzierungen im iTunes Store entschädigen.

Wer „rich as f**k“ sei, müsse auch zahlen

Im Februar nutzte Kanye West einen Auftritt in New Jersey dazu, mit großer Klappe gegen Apple-CEO Tim Cook vorzugehen. Der wäre „rich as f**k“ und solle sich bei der Bezahlung der Künstler nicht so blöd anstellen, heißt es etwa auf 9to5Mac. Google-Mann Eric Schmidt sei hingegen sein „boy and s**t“. Etwas sachlicher formulierte West seinen Unmut Anfang der Woche in einem Interview mit AdWeek. Apple hat offenbar erst den zwischen Samsung und Jay-Z laufenden Deal gebraucht, um festzustellen, dass Investitionen in der musikkulturellen Landschaft notwendig sind. Daraus sei das Geschäft mit Beats entstanden, heißt es auf 9to5Mac.

In dem Interview mit Bloomberg legt er während des Cannes Creativity Festivals nach: Apple bezahle seine Künstler mit dem Placement auf iTunes und nicht direkt mit Geld. Seiner Ansicht nach der falsche Weg. Ausgeweiteter Raum für Werbung auf iTunes reiche nicht aus. „Kreativität ist etwas wert“, fügt er hinzu. Der Sturz von Blackberry und der Aufstieg Apples habe dies gezeigt. Eine entgegenkommende Aussage, mit der er vielleicht doch noch sein Placement auf iTunes retten kann.


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