Java-Sicherheitslücke: BSI rät vorerst zur Java-Deinstallation

Auf eine gefährliche Schwachstelle in der neusten Java-Variante (Version 7 Update 10) wies das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Freitag in Bonn hin. Das BSI empfiehlt, vorerst auf Java zu verzichten, wenn es nicht zwingend benötigt wird. Deinstalliert werden könne Java über die Systemsteuerung des Computers.

Manuelle Deaktivierung empfohlen

Ist der Nutzer auf Java dringend angewiesen, könnten die Browser-Plugins von Java unterbunden werden. Manuell könne der User die Programmiersprache bei Bedarf wieder zulassen. Auf einer Internetseite hat das BSI Informationen bereitgestellt, mit denen der Benutzer sich schützen kann. Java mit der Versionsnummer 6 soll von der Lücke nicht betroffen sein. Das BSI hat sich mit dem Java-Anbieter Oracle in Verbindung gesetzt: Ein Patch steht noch nicht zur Verfügung.

So können Sie Java in Ihrem Browser deaktivieren:

Wie Sie Java im Internet Explorer deaktivieren können, hat das BSI auf dieser Seite zusammengestellt. Die Änderung sollte nur von erfahrenen Anwendern durchgeführt werden, rät das BSI.

*Update:

Oracle hat ein Update für Java bereitgestellt. In dieser Version wird die Sicherheitslücke geschlossen, teilte das BSI am Montag mit.

 

Bild: java.net