Jay Z ändert Taylor Swifts Meinung: Streaming ist ok

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Goodby Spotify, Hello Tidal: Taylor Swift hat plötzlich wieder Lust aufs Streaming
Goodby Spotify, Hello Tidal: Taylor Swift hat plötzlich wieder Lust aufs Streaming(© 2014 Universal Music, CURVED Montage)

Hip Hop-Superstar Jay Z macht offenbar den Unterschied: Fünf Monate nach dem heftigen Abschied bei  Spotify streamt Taylor Swift wieder – auf Jay-Zs Premium-Musikplattform Tidal, für die Nutzer 20 Dollar pro Monat berappen müssen.  

Die Trennung war dramatisch: "Meine Meinung ist, dass Musik nicht kostenlos sein sollte", verkündete die US-Sängerin ihren Standpunkt im Wall Street Journal Monate vor ihrem eigentlichen Abschied –  seit November sind keine Alben mehr von der angesagten US-Sängerin bei Spotify zu finden.

"Die Musikindustrie verändert sich so schnell, sodass sich alles Neue – wie etwa Spotify – wie ein großes Experiment anfühlt. Und ich möchte nicht mein Lebenswerk für ein Experiment zur Verfügung stellen", begründete  die streitbare 25-Jährige im Ton einer echten Diva ihren Exit.

Taylor Swift geht beim Premium-Streaming-Dienst Tidal an den Start

Das war Ende letzten Jahres. Weil nun aber 2015 ist und Taylor plötzlich auch eine schlagzeilengewitterträchtige Foto-Freundschaft mit Rap-Superstar Kanye West geschlossen hat, der bekanntermaßen der beste Buddy von HipHop-Mogul Jay Z ist, überrascht die Erkenntnis nicht vollständig, dass die frühere Countrysängerin nun auf der Streaming-Plattform Tidal zu finden ist.

Tidal? Die Musikplattform für Audio-Streams in höchster Qualität gehört seit Jahresanfang tatsächlich Sean Carter, wie der HipHop-Superstar mit bürgerlichem Namen heißt. Für satte 56 Millionen Dollar übernahm Jay Zs Firma das schwedische Unternehmen Aspiro mitsamt seiner beiden Streaming-Dienste Tidal und Wimp, das bislang in fünf Ländern – nämlich Schweden, Dänemark, Norwegen, Polen und Deutschland – verfügbar ist und zusammengerechnet auf 580.000 Abonnenten kommt.

Jay Z überzeugt Taylor Swift persönlich 

Taylor Swifts Albumkatalog indes wird gerade einmal 17.000 Nutzern angeboten. So viel zahlungswillige Nutzer haben sich bislang bei Tidal vorangemeldet, das offiziell erst in fünf Tagen, am 30. März, in den USA und Großbritannien den Betrieb aufnimmt – und zwar für den satten Monatspreis von kolportierten 20 Dollar im Monat.

Kein Wunder also, dass  Neueigentümer Jay-Z zum Auftakt gleich zugkräftige Künstler am Start präsentieren möchte. Ein Monat ist es her, dass der Rap-Veteran, der vor 19 Jahren mit "Reasonable Doubt" sein Debüt hinlegte,  die ganz großen Pop-Stars unserer Tage zu  einem Musik-Gipfel einlud.

Mit dabei: Seine Frau Beyoncé, Kanye West, Rihanna, Nikki Minaj, Madonna, Daft Punk – und auch Taylor Swift. Wie es scheint, haben es Jay Zs Überzeugungskünste ganze Arbeit geleistet – die "Shake it off"-Chanteuse findet Streaming plötzlich doch offenbar doch sehr sinnvoll. Einzige Ausnahme: den aktuellen Bestseller gibt es weiterhin nur als klassischen Download bei iTunes & Co.


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