Jongla Messaging startet Android-, iOS- und HTML5-Variante

Vergangenen Oktober startete das finnische Startup Jongla mit einem neuen Instant Messenger in die Betaphase. Jongla ist ein wenig anderes - ein wenig greller, ein wenig flippiger. Ihr Slogan lautet „making messaging fast, fun & free“, ihre Zielgruppe ist jung.

Gestern startet Jongla IM nun in den regulären Betrieb - Zeit, sich die Newcomer einmal genauer anzuschauen und den neuen IM-Dienst auszuprobieren. Prinzipiell ist Jongla nicht anders als andere Messenger-Apps.

Man kommuniziert über den Dienst, anstelle von SMS, Email oder Telefonaten. Der Austausch geschieht per Textnachricht oder Fotos, über die Datenverbindung des Smartphones, eine Flatrate mit genügend MB/GB Datentransfer oder die Nutzung im Wlan wird vorausgesetzt. Sprachanrufe, Sprachnachrichten oder Videos sind nicht vorgesehen.

Jongla startet mit kostenlosen Apps und Accounts für Android, iOS und als HTML5-Web-App.

 

Die HTLM5-Webvariante ist noch immer in der Betaphase und wurde für die aktuellen Versionen der Webbrowser Google Chrome, Mozilla Firefox und Microsoft Internet Explorer 9 optimiert. Android-App und iOS-App sind ähnlich strukturiert und eigentlich selbsterklärend in der Handhabung. Zum Einstieg gibt es aber auch Anleitungen und ein Kurz-Tutorial in der App, wo man alles findet und wie man welche Funktionen, wie Push Notifications und Location Based Services an- oder abschaltet.

 

Bei Jongla sieht zunächst alles so aus wie bei einer „klassischen“ Messenger-App. Das Markenzeichen sind die sogenannten Stickers, eine Mischung aus Emoticons und animierten Comic-Figürchen. Mit dabei sind beim Start drei Sets, Jongla Boy, Jongla Girl und Jongla Panda. Wer nichts schreiben will, kann sich stattdessen bei den Sticker bedienen und darüber ausdrücken.

 

Riku Salminen, COO bei Jongla, sieht die Ära der SMS langsam vorbeigehen. Er glaubt, dass Messenger der SMS den Rang ablaufen werden und sieht da die Chance für seinen Dienst. Im Auge hat er dabei jungen Leute im Alter zwischen 15 bis 24 Jahren, die heute mit dem Internet und der ständigen Verfügbarkeit von Datenverbindungen Dank günstiger Flatrates aufwachsen. Sie teilen mehr und stehen rege über Smartphone und Tablets im Kontakt.

“We’re witnessing a mobile messaging revolution and soon IM will replace SMS when it comes to contacting friends, family and colleagues”, said Riku Salminen, COO, Jongla. “We’ve built Jongla from the ground up with our target audience firmly in mind from the start – 15-24 year olds.”

Warum man sich den neuen Dienst auch anschauen sollte, wenn man der Zielgruppe längst entwachsen ist und nichts mit den bunten Figürchen anfangen kann? Jongla setzt auf einen kostenlosen Service ohne Bannerwerbung. Geld soll nur über In-App-Käufe von neuen Stickern verdient werden. Neue Sets gibt es für 1,79 Euro, man muss da natürlich nicht zuschlagen. Wer also eine Datenflat hat und ohne weitere Sticker bleibt, zahlt also nicht zusätzlich.

Ein weiterer Pluspunkt der App: In Zeiten in denen Konkurrenzdienste mit Spam und Spyware zu kämpfen haben, schreibt Jongla Sicherheit groß. Jede einzelne Nachricht wird verschlüsselt (TLS, ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll), die User-Passwords sind gesondert geschützt.

Das User-Interface ist aufgeräumt und modern, in frischen Farben und mit Funktionen, die Netzwerknutzer heute als selbstverständlich erachten. Man kann mit einem Klick aus der App heraus Fotos teilen, die App hat Zugriff auf die Kamera-App und auf das Foto-Archiv. Location-Sharing kann in den Nachrichten gleich mitgesendet werden, alles findet in einem App-Fenster statt. Das System ist schnell, man sieht, wenn der Chat-Partner eine Antwort eingibt und kann sich in Echtzeit austauschen.

FAZIT

Jongla ist eine Alternative, die man sich getrost anschauen kann. Es entstehen neben der Datenverbindung keinerlei Kosten und man benötigt nicht noch einen weiteren Account für einen weiteren Dienst. Wenn Jongla die selbstgestellten hohen Ansprüche betreffend der Sicherheit halten kann, dürften sie sich zu einem viel genutzten IM-Dienst auf iPhone, Android und im Web mausern. Mit dem frischen Look trifft Jongla zudem genau den Style der Zielgruppe.

Jongla | Blog via TechCrunch