Joyn ist das Ende der SMS

Die Mobilfunk-Anbieter bekommen immer mehr Konkurrenz durch Dienste wie WhatsApp, Pinger und Co. Die SMS stirbt in Zeiten von Messenger-Apps aus. Dass die Provider irgendwann auf die zunehmende Beliebtheit von Messenger Apps reagieren mussten, war klar. Jetzt hat die GSMA, die weltweite Vereinigung der Mobilfunk-Anbieter auf dem Mobile World Congress in Barcelona den neuen Multimedia-Nachrichtendienst Joyn vorgestellt.

Ähnlich wie die SMS ist Joyn ein gemeinsamer technischer Standard der Provider. Er soll zukünftig ähnlich wie jetzt schon die SMS tief in den Mobiltelefonen verankert sein. Neben den klassischen Textnachrichten sollen auch der Versand von Bildern sowie Videotelefonie möglich sein. Außerdem werden Empfangsbestätigungen für gesendete Nachrichten integriert und der Nutzer kann erkennen, ob der jeweilige Gesprächspartner einen ausreichend guten Empfang für Videotelefonate hat.

Neben den Mobilfunk-Anbietern sind auch schon einige Hersteller mit an Bord. Ihre Unterstützung für den neuen Dienst Joyn haben bereits Nokia, HTC, Samsung, Sony und RIM zugesagt. Fraglich ist noch, ob auch Apple mit einstiegt, denn der Konzern aus Cupertino hat ja bereits einen eigenen Nachrichtendienst mit iMessage.

Joyn ist auch unter dem Namen RCS-e (Rich Communications Suite enhanced) bekannt. Als erstes wollen die spanischen Netzbetreiber loslegen. Auch Deutschland, Italien, Frankreich und Südkorea haben den Start von Joyn schon für 2012, voraussichtlich im Sommer, angekündigt. Voraussetzung dafür ist, dass alle Provider die dafür notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen haben.