Keine Fitnesstracker mehr von Intel: Wearable-Sparte geschlossen

Intel veröffentlichte das luxuriöse MICA-Armband 2014 als erstes Wearable
Intel veröffentlichte das luxuriöse MICA-Armband 2014 als erstes Wearable(© 2014 Intel)

Eigentlich hat Intel an einer sehr interessanten smarten Brille mit dem Namen "Vaunt" gearbeitet, die wir vor wenigen Monaten zu sehen bekommen haben. Womöglich wird diese aber nie in den Handel kommen. Entwickelt wurde das Gadget offenbar von der Wearable-Sparte des Unternehmens – und die gibt es nun nicht mehr.

Intel hat das Ende für die "New Devices Group" eingeleitet, berichtet The Verge. Es gibt ein offizielles Statement: "Intel arbeitet kontinuierlich an neuen Technologien und Erfahrungen. Nicht alle von diesen entwickeln sich zu einem Produkt, bei dem wir entscheiden, es auf den Markt zu bringen." Als Beispiel führt Intel anschließend die AR-Brille Vaunt auf, die deutlich dezenter als Google Glass wirkt. Offenbar wird es keine weiteren Investitionen mehr in dieses Projekt geben, da die Marktsituationen dies nicht rechtfertigt.

Kein Partner für AR-Brille

Auch die von der "News Devices Group" entwickelten Wearables waren offenbar nicht erfolgreich. Zwar habe Intel Partnerschaften mit Unternehmen wie Oakley und Tag Heuer gestartet, der Erfolg der entsprechenden Fitness-Gadgets blieb aber aus. Für die AR-Brille Vaunt soll Intel erst gar keinen vergleichbaren Partner für die Veröffentlichung gefunden haben.

Nach Google Glass hat mit Vaunt nun also die zweite smarte Brille den Marktstart für die breite Masse verpasst. Zumindest Google Glass gibt es aber mittlerweile für Unternehmen. Angeblich arbeiten immerhin noch andere Hersteller einem entsprechenden Produkt: Apple soll eine eigene Augmented-Reality-Brille entwickeln. Wenn das Unternehmen diese Pläne noch nicht verworfen hat, könnte es aber etwas dauern, ehe das Gadget offiziell vorgestellt wird. Frühestens 2020 soll Apple damit an die Öffentlichkeit gehen, derzeit sei die Technologie noch nicht so weit.


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