Keine Lust auf ungewollte Selfies: So viele Nutzer decken ihre Kamera ab

Viele Nutzer fürchten sich vor Hackern
Viele Nutzer fürchten sich vor Hackern(© 2015 CURVED)

Kaum einem Ausstattungsmerkmal schenken potenzielle Smartphone-Käufer so viel Beachtung wie der Kamera. Einige Nutzer könnten aber offenbar auch auf das Feature verzichten, wie eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergeben hat.

Demnach deckt jeder vierte Nutzer von Smartphones, Laptops und Tablets die Kamera seines Gerätes bewusst ab. Ziel dieser Maßnahme sei es, unerwünschte Aufnahmen durch Dritte auszuschließen. Viele befürchten offenbar, dass Hacker Zugriff auf die Kamera erlangen und sie ausspionieren könnten.

Wirkungsvoller Schutz vor Spionage

Dr. Nabil Alsabah, Referent für IT-Sicherheit bei Bitkom, hält diese Angst für nicht unbegründet: "Wenn Hightech-Geräte mit Schadprogrammen infiziert sind, können Cyberkriminelle die integrierten Kameras zur ungewollten Überwachung einsetzen." Zu den Vorsichtsmaßnahmen der Nutzer sagt er: "Wer ganz sicher gehen will und die Gerätekamera kaum nutzt, kann die Linse der Kamera auch abkleben."

Überraschenderweise scheinen insbesondere jüngeren Nutzern Kameras nicht ganz geheuer zu sein: Jeder Dritte zwischen 14 und 29 Jahren schützt sich offenbar mit einer Abdeckung gegen ungewollte Selfies. Mit zunehmendem Alter nehmen die Bedenken anscheinend ab. Möglicherweise sind sich viele ältere Nutzer aber auch einfach der möglichen Gefahren nicht bewusst.

Auch wenn das Abdecken der Kamera einen wirkungsvollen Schutz gegen Spionage-Angriffe bietet, büßt ihr dadurch doch viel an Komfort ein. Damit ihr nicht zu dieser Maßnahme greifen müsst, solltet ihr die Software eurer Geräte stets auf dem neuesten Stand halten und verdächtige Programme gar nicht erst installieren. Aber selbst das garantiert keinen hundertprozentigen Schutz, wie Meltdown und Spectre gezeigt haben.


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