Kino.to: Razzia bei Werbeverteilern

In insgesamt drei Bundesländer haben Ermittler Räume von so genannten Werbevermarktern durchsucht, die unter Verdacht stehen, das illegale Portal Kino.to vor seiner Abschaltung über das Einblenden von Werbeanzeigen mitfinanziert zu haben. Das berichtet heise.de.

Nach Aussage der ermittelnden Generalstaatsanwaltschaft Dresden seien zwei Inhaber einer Firma festgenommen worden. Seit Dienstag wurde das betroffene Netz für Werbung vom Internet abgekoppelt, wie aus einer Mitteilung der GVU hervorgeht. Bei der Durchsuchung wurden Rechner sowie Unterlagen sichergestellt.

Zwei Inhaber verhaftet

Der eine Inhaber wurde im Zuge der Razzia am 11. Juli 2012 verhaftet. Am Montag folgte sein Kollege und stellte sich freiwillig der Polizei, nachdem er per Haftbefehl gesucht worden war. "Am Ausgangspunkt dieses Verfahrens standen umfangreiche Vorermittlungen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) gegen mehrere Internet-Werbeanbieter seit dem Frühjahr 2011", schreibt die GVU. Im Januar dieses Jahres übergab die GVU Daten an die Staatsanwaltschaft Dresden, die seit Frühling 2011 gesammelt worden waren.

Das Werbenetz, welches sich Ende 2011 aus vier Unternehmen zusammensetze, soll für Seiten gearbeitet haben, die urheberrechtlich geschütztes Material ohne Lizenz des Rechteinhabers weitergeben. So sei die Werbung auch auf Filehoster-Webseiten eingeblendet gewesen, die Inhalte für Kino.to bereithielten.