Kinox.to & Co: Streaming-Seiten dürfen gesperrt werden

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Seiten wie kinox.to verletzen Urheberrechte – die nun gestärkt werden sollen
Seiten wie kinox.to verletzen Urheberrechte – die nun gestärkt werden sollen(© 2014 Kinox.to, CURVED Montage)

Unterstützung für die Urheberrechte: Laut eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) haben Internetanbieter künftig die Möglichkeit, Webseiten zu sperren, auf denen Raubkopien zur Verfügung gestellt werden. Das Gericht gab damit dem Filmstudio Constantin Film recht, das gegen Streaming-Anbieter geklagt hatte.

Das Urteil betrifft in erster Linie Seiten wie kinox.to, auf denen Raubkopien von Filmen zum Streamen bereitgestellt werden. Internetanbieter seien laut EuGH verpflichtet, die Rechte der Urheber gegenüber den Kunden zu wahren, berichtet der Nachrichtensender n-tv. Praktisch dürften die Internetanbieter die Nutzer nicht auf die angeforderte Seite weiterleiten, wenn diese illegal erlangtes Material zur Verfügung stellt.

Gleichgewicht wahren

Das Gericht appellierte gleichzeitig an die Internetanbieter, ein angemessenes Gleichgewicht zu wahren. Sie sollten sorgfältig zwischen den Rechten der Urheber ihrer unternehmerischen Freiheit und der Freiheit der Kunden abwägen. Ein solcher Appell ist nötig, da die Anbieter für eine Sperre nicht nachweisen müssen, dass ihre Kunden Seiten wie kinox.to auch tatsächlich besuchen.

Ob das Urteil dazu beitragen wird, die Urheberrechte tatsächlich zu stärken, ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken, wird sich zeigen. Technisch lassen sich Sperren von Internetseiten auf relativ einfache Weise umgehen.


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