Superschnelle NFC-Alternative Kiss soll Kabel ersetzen

Her damit17
Mit Keyssa reicht eine kurze Berührung, um Daten auszutauschen.
Mit Keyssa reicht eine kurze Berührung, um Daten auszutauschen.(© 2014 Keyssa)

Nest-Gründer Tony Fadell arbeitet an einem neuen Startup: Die "Kiss Connectivity" ermöglicht die kontaktlose Übertragung von Daten innerhalb von Sekunden. Marktreif soll die Technologie im kommenden Jahr sein. 

Alternative zu NFC

Geht es nach Tony Fadell, so können wir uns bald von Bluetooth und NFC als Übertragungsmittel verabschieden. Der Gründer des Smart Home-Produzenten Nest entwickelt mit seinem neuen Startup Keyssa eine Technologie, die den Prozess auf wenige Sekunden reduzieren soll.

Die Erfindung heißt "Kiss Connectivity". Um Daten mit dieser Methode zu übermitteln, müssen sich zwei Geräte nur kurz berühren, dann wird der Prozess gestartet. Ein Film in der Größenordnung von "Avatar" könne damit innerhalb von wenigen Sekunden auf ein Smartphone oder Tablet geschickt werden.

Samsung als Investor

Die "Kiss Connectivity" überträgt Daten in der Geschwindigkeit von sechs Gigabits pro Sekunde. Bei drahtlosen Verbindungen ist dieser Wert eine Neuheit. Zum Vergleich: USB-Verbindungen übermitteln Daten mit fünf Gigabits pro Sekunde. Kiss nutzt hohe Radiofrequenzen, um die Verbindung zu beschleunigen.

Das Startup Keyssa, das die Übertragungform einführen will, hat bisher Risikokapital in Höhe von 47 Millionen US-Dollar erhalten. Ab nächstes Jahr soll die Technologie in mobile Endgeräte eingebaut werden. Zu den Investoren zählen Samsung und Intel. Unternehmer Fadell erhofft sich durch die Einführung von Kiss auch eine Design-Innovation, weil Kabelanschlüsse damit obsolet werden.


Weitere Artikel zum Thema
Neue Podcast-Folge "Mein 5G": Sicher­heit gleich zu Beginn mit einbin­den
Guido Karsten
In der fünften Folge des Telefónica-Podcasts "Mein 5G" tauschen sich zwei echte Experten über Cyber Security im 5G-Zeitalter aus.
Die neue Folge des "Mein 5G".Podcasts dreht sich um Sicherheit. Experten von Telefónica und McAfee diskutieren Chancen und Herausforderungen.
iPhone kann am Gang erken­nen, ob ihr betrun­ken seid
Michael Keller
Na ja11Euer iPhone kann euch vielleicht bald warnen, wenn ihr zu betrunken seid
Eine Studie belegt, dass euer iPhone auch beim Feiern ein nützlicher Helfer sein kann: Offenbar reichen die Sensoren, um Betrunkenheit festzustellen.
iPhone 12: Kamera mit verbes­ser­tem Auto­fo­kus – Peri­skop-Kamera in Arbeit?
Guido Karsten
Das iPhone 12 Pro fokussiert wohl schneller als sein Vorgänger (Bild)
Die Kamera im iPhone 12 soll laut des Analysten Ming-Chi Kuo einen verbesserten Autofokus besitzen. Außerdem arbeite Apple an einer Periskop-Kamera.