Google selbstfahrendes Auto sieht aus wie ein Koala

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Ach, wie putzig: Google zeigt seinen Prototypen eines selbstfahrenden Autos
Ach, wie putzig: Google zeigt seinen Prototypen eines selbstfahrenden Autos(© 2014 Google)

Keine Bremse und kein Lenkrad? Google hat sein erstes eigenes selbstfahrendes Auto vorgestellt, das noch stark an ein Spielzeug erinnert.

Aufgemalte Scheinwerfer, eine Stupnase und eine Bauform irgendwo zwischen einem Smart und  Playmobil - oder doch ein Koalabär? Nein, cool ist das erste, hauseigene Google-Car wirklich nicht. Jetzt werden einige denken: Moment, Google-Car? Gibt's doch schon! Fast. Tatsächlich aber hatte der Konzern nur seine Technologie in die Autos von Toyota und Lexus eingebaut.

Das, was Google X - das Zukunftslabor des Suchmaschinenriesen - nun vorgestellt hat, ist eine Eigenkreation. Größtenteils gefertigt aus Bauschaum und anderen Autoteilen. Was verwundert ist, wieviel Platz man im Innenraum hat. Kein Wunder: Schließlich braucht es kein Lenkrad und sonstige Steuerelemente für den Fahrer. Wie es sich für ein Unternehmen aus dem Silicon Valley gehört, fährt das Google-Auto natürlich mit Elektromotor.

Nur ein Zeitvertreib für die Ingenieure in Palo Alto? Mitnichten. Tatsächlich hat Google vor, bis zum Sommer rund 100 Modelle zu bauen. Wenn das Projekt dann die Prototyp-Phase verlassen hat, will sich Google auch mit anderen Autobauern zusammentun. "Der Grund, dass ich so begeistert bin, ist, dass diese Prototypen die Chance bieten, die Welt zu verändern - und Eure Umgebung", erklärt Google-Chef Sergey Brin ziemlich begeistert.

33.000 Verkehrstote in den USA pro Jahr

Welt verändern? Schauen wir mal, was die US-Regierung, Verkehrsbehörden und eventuell später auch potenzielle Kunden zu einem Transportmittel sagen, bei dem es keine Möglichkeit gibt, selbst in den Fahrprozess einzugreifen. Gut möglich, dass Google hier sehr viel Überzeugungsarbeit wird leisten müssen. Vermutlich noch weitaus mehr, als der Konzern es momentan für seine Datenbrille tun muss.

Mit Hilfe der selbstfahrenden Autos, die über schnell rotierende Kameras auf dem Dach die Umgebung abscannen und Informationen an den Bordcomputer weitergeben, will der Konzern nach eigenen Angaben die Verkehrssicherheit erhöhen. Jährlich sterben in den USA rund 33.000 Menschen bei Autounfällen. Im Gespräch sind Modelle, wonach der Konzern seine Autos als "Robo-Taxis" auf Abruf bereitstellt. Damit das smarte Gefährt lossummt, muss der Passagier nur auf den "Go"-Button in der Mitte drücken. Der Rest soll automatisch passieren.

Was uns verwundert ist, mit welcher Geschwindigkeit Google sein Auto-Projekt im wahrsten Sinne des Wortes "auf die Straße" bringt. Erst im August vergangenen Jahres war Details zu den Plänen bekannt geworden. Allerdings hieß es dort noch, dass man sich lediglich in Gesprächen befände.

Nun dreht der Android-Konzern einmal mehr an der Innovationsschraube. Nach Drohnen, Investitionen in Robotik und Künstliche Intelligenz, raumscannende Smartphones und natürlich Google Glass. Da stellen wir uns die Frage: Wann bringt Apple endlich das iCar?


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