Kommentar zum iPhone 5: Apple ist wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen

Gestern war also der Tag, auf den wir alle so sehnsüchtig gewartet haben. Die Welt schaute auf San Francisco, im Vorfeld wurde jedes Gerücht ein –und ausdiskutiert. Doch im Endeffekt war es doch nicht mehr als heiße Luft, was Apple verkündete, oder?

Schneller, dünner, leichter. Wieder einmal. Nichts neues. Evolution statt Revolution.

Wo sind die Momente, für die Apple in der Vergangenheit so bekannt war? Die Tech-Welt von heute auf morgen komplett auf links gedreht zu haben?

Kein Wow-Effekt

Seit dem iPhone 4 beziehungsweise der Vorstellung des ersten iPads bleibt der „Wow-Effekt“ bei mir aus. Gehen Apple die Ideen aus oder befindet sich Apple im Moment in einer Situation, in der sie nur noch reagieren – nicht mehr agieren können?

Hängt dies alles vielleicht auch mit dem Ableben von Apple-Mitbegründer Steve Jobs zusammen?

Wir wollen die Kirche mal im Dorf lassen. Fakt ist, dass das iPhone 5 sich wieder hervorragend verkaufen wird. Schon alleine wegen des „Mythos Apple“. Betrachtet man das iPhone 5 aber mal ganz sachlich und nüchtern, so ist es nicht das dünnste, leichteste oder schnellste Smartphone. Es besitzt nicht die beste Kamera und hat auch nicht das beste Display.

Schwaches iOS 6

Größter Kritikpunkt ist für mich persönlich allerdings das Betriebssystem. Apple bezeichnet sein iOS zwar immer als das fortschrittlichste mobile Betriebssystem, aber iOS 6 ist für mich nicht mehr als der Versuch, den Anschluss, insbesondere an Android, nicht zu verlieren.

Keine Geheimnisse

Und noch eins hat das iPhone 5 gezeigt: Apple ist endgültig im Jahr 2012 angekommen, denn es kam selten vor, dass man so viel über das iPhone 5 bereits im Vorfeld wusste. Ist das vielleicht ein Anzeichen, dass ein Imperium zu bröckeln beginnt?

Geschrieben von einem zufriedenen iPhone-Nutzer.

Bildquelle: Apple Inc.