Kostenloses WLAN in Berlin: Pilotprojekt gestartet

Seit Freitag gibt es in der Berliner Innenstadt kostenloses WLAN. An 44 verschiedenen Orten können Interessenten täglich eine halbe Stunde im Netz surfen. Das wird durch ein Pilotprojekt der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und Kabel Deutschland ermöglicht. Bis zum Juni 2013 soll die Anzahl der Hotspots auf 100 Stück erhöht werden.

Längere Nutzungsdauer kostet

Kunden von Kabel Deutschland können länger als 30 Minuten am Tag die Hotspots nutzen. Ab Sommer nächsten Jahres wolle Kabel Deutschland Bezahlfunktionen anbieten, um die längere Nutzungszeit allen zu ermöglichen. Der Chef der Berliner Senatskanzlei, Björn Böhning, zeigte sich gegenüber ITespresso.de erfreut über das Pilotprojekt und wünschte sich solche Partner auch für das Modell des Senates:

“Das Modellprojekt der mabb und Kabel Deutschland ist ein hervorragendes Beispiel dafür, mit welchen Partnern der Berliner Senat ein stadtweites kostenloses WLAN verwirklichen kann.”

Das Projekt der mabb und Kabel Deutschland steht aktuell nicht mit dem geplanten Modell des Senats in Zusammenhang. Es sind zwei getrennte Vorhaben, die allerdings in dieselbe Richtung gehen.

Senat sucht Kooperationspartner für eigenes Projekt

Der städtische Senat ist derzeit noch auf der Suche nach Kooperationspartnern, um selbst WLAN im öffentlichen Raum anbieten zu können. Damit würde die Berliner Verwaltung einem vor sechs Jahren getätigten Versprechen nachkommen. Bislang ist die Umsetzung gescheitert. Bis zum 30. Oktober können sich noch mögliche Partner beim Senat melden. Anschließend wird dann entschieden, wer den Auftrag ausführen soll. Ziel des Senat-Projekts soll sein, ein "umfassendes gebührenfreies WLAN-Angebot im öffentlichen Raum" anbieten zu können.