Google: Drei Punkte zur Zukunfts-Suchmaschine

Larry Page, Chef von Google, will die Google-Suchmaschine so programmieren, dass sie genau die richtige Antwort liefert, die der Suchende braucht. In drei Schritten will Google seine Suchmaschine perfektionieren. Das berichtet Golem unter Berufung auf einen Eintrag von Amit Singhal im Blog des Konzerns.

Knowledge Graph ermittelt Basisdaten

Zu Beginn wird der so genannte Knowledge Graph aufgegriffen, der im Mai präsentiert wurde. Der Graph bereitet Inhalte in einer Sidebar thematisiert auf. Dort werden die wichtigsten, relevantesten Daten zu einer Person, einem Bauwerk oder anderen Gegenständen aufgelistet. Als Beispiel gibt Golem eine Suchanfrage nach dem indischen Grabmal Taj Mahal ein. In der Sidebar erscheint ein Ausschnitt auf einer Karte, wo das Bauwerk liegt, sowie Basisinformationen zum Grabmal. Dies wird durch verwandte Suchbegriffe und Personen/Bauwerke mit demselben Namen ergänzt.

"Wir werden diese Intelligenz auch verwenden, um Ihnen zu helfen, das richtige Ergebnis schneller zu finden, wenn Ihre Suche verschiedene Bedeutungen hat." (Blogeintrag, übersetzt)

Google-Chef Larry PageBild: Archiv

Google rollt Funktion aus

Nach Google-Informationen verfügt die Datenbank aktuell über mehr als 500 Millionen Objekte und Personen, zu denen 3,5 Milliarden Fakten gespeichert sind. Seit seiner Einführung war das Feature nur in den USA zur Verwendung freigegeben. Nun rollt es Google in englischer Sprache für alle Länder aus. Google nutzt die semantische Suche, um Missverständnisse gegenüber dem Nutzer zu verringern. "Zum Beispiel, wenn Sie "Rio" suchen, könnten Sie sich für die brasilianische Stadt, den neuen Animationsfilm oder das Kasino in Vegas interessieren", heißt es im Blogeintrag. Durch direkte Vorschläge sollen die Suchergebnisse besser abgestimmt werden, falls es nicht nur eine Bedeutung gibt.

Suche mit E-Mail-Postfach kombinieren

Es gebe Antworten auf Suchen, die nicht im öffentlichen Bereich des Internets zu finden seien, sondern zum Beispiel in Ihren E-Mails. In Zukunft will Google Mails und öffentliches Internet miteinander verbinden, damit sie eine passende Antwort finden. Vielleicht könnte diese Funktion, die es zurzeit in der Betaversion gibt, bald das klassische Postfach ablösen, weil der User dank Google-Suche direkt nach Inhalten in E-Mails suchen könnte.

Sprachsteuerung verbessert

Google weiß, dass Fragen meistens sprechend gestellt werden. "So haben wir (...) das Sprachverständnis und den Knowledge Graph miteinander verbunden, sodass die Sprachsuche Ihre Fragen besser interpretiert und manchmal in ganzen Sätzen Antworten kann." Derzeit gibt es diese Funktion für Android. Das iPhone (iOS-Version 4.2+) soll folgen.

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