Lautsprecher von Sonos und Bose können offenbar gehackt werden

Der Sonos One soll zu den betroffenen Geräten zählen
Der Sonos One soll zu den betroffenen Geräten zählen(© 2017 CURVED)

Das vernetzte Zuhause erfreut sich zunehmender Beliebtheit, doch in Sachen Sicherheit besteht offenbar noch Verbesserungspotenzial. Nach Apple hat es nun auch Sonos und Bose erwischt. Lautsprecher beider Unternehmen sollen anfällig für Hacker-Angriffe sein.

Betroffen sind unter anderem der Sonos One, der Sonos Play:1 und die SoundTouch-Systeme von Bose, berichtet TechCrunch unter Berufung auf Wired. Die genannten Geräte könnten über einen Online-Scan geortet und dann übernommen werden. Das würde es Hackern unter anderem ermöglichen, Musik auf den Lautsprechern abzuspielen.

Bislang keine ernsteren Folgen

Bislang sei die Sicherheitslücke nur für Streiche ausgenutzt worden. Forscher von Trend Micro, die die Schwachstelle als Erste entdeckt hatten, sollen sie beispielsweise dafür genutzt haben, Musik von Rick Astley abzuspielen, der auch bei der Hacker-Gruppe Anonymous hoch im Kurs steht. In einem Sonos-Forum berichtet außerdem ein Nutzer von unheimlichen Geräuschen (knarzende Türen, schreiende Babys, zerbrechendes Glas), die sein Lautsprecher von sich gegeben haben soll.

Eine weitere gute Nachricht sei, dass die Anzahl der gefährdeten Geräte wohl relativ begrenzt ist. Den Forschern zufolge seien 2000 bis 5000 Sonos-Lautsprecher und weniger als 500 Geräte von Bose betroffen. Sonos habe inzwischen einen Patch veröffentlicht, der helfen soll, die Sicherheitslücke zu schließen.

Nutzer sollen öffentliche Netzwerke meiden

Außerdem sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber TechCrunch, dass man sich das Ganze noch genauer anschauen wolle. Der dokumentierte Fall gehe aber auf ein falsch konfiguriertes Netzwerk zurück. Möglicherweise hatten demnach betroffene Nutzer ihre Geräte mit einem öffentlichen Netzwerk verbunden. Sonos rät Besitzern der Lautsprecher ab, diese mit einem solchen Netzwerk zu verbinden.

Besorgte Nutzer sollten sicherstellen, dass sie ihre Sonos-Geräte nur mit ihrem privaten Netzwerk verbinden und dieses mit einer Verschlüsselung absichern. Eine offizielles Statement von Bose stehe offenbar noch aus – doch auch mit Bose-Geräten sollten Nutzer auf die Sicherheit eines Netzwerkes achten.

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