Lebensmittelwarnung.de gestartet

Immer wieder hört man im Radio Meldungen von Lebensmitteln, die entweder verdorben oder belastet sind. Ab sofort kann jeder Internetnutzer auf der Seite www.Lebensmittelwarnung.de eine Übersicht der aktuellen Warnungen einsehen. Erstmals werden alle Informationen von Bund und Länder an einer zentralen Stelle gesammelt.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter oder per E-Mail kann der Endverbraucher die aktuellen Meldungen zugesendet bekommen. Es ist auch möglich, nur die Hinweise aus seinem (oder einem anderen) Bundesland zu abonnieren. Im Monat werden durchschnittlich von jeder Landesbehörde zwei bis fünf Warnungen herausgegeben.

Foodwatch stuft die überwiegend als transparent angesehene Homepage kritisch ein:
"Es ist absurd, dass weiterhin manche Bundesländer vor Produkten warnen, während andere Länder dieselben Informationen zurückhalten."
Die SPD kritisiert die späte Einführung eines solchen Portals. Sie wollte so etwas schon im Jahr 2010.
Nicht zuletzt hat der EHEC-Skandal dafür gesorgt, dass die Seite nun schnell ans Netz gehen konnte.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist für die Pflege der Internetseite verantwortlich.

Der gesamte Inhalt wird wie folgt beschrieben:

"Die Bundesländer publizieren auf dieser Internetseite öffentliche Warnungen und Informationen im Sinne des § 40 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches. Darunter sind auch Hinweise der zuständigen Behörden auf eine Information der Öffentlichkeit oder eine Rücknahme- oder Rückrufaktion durch den Lebensmittelunternehmer. Erfasst werden einschlägige Informationen über Lebensmittel und mit Lebensmitteln verwechselbare Produkte, die in den angegebenen Bundesländern auf dem Markt sind und möglicherweise bereits an Endverbraucher abgegeben wurden."

Zurzeit befinden sich 26 Warnungen auf der Webseite, die jeweils mit "Datum", genauer "Produktbezeichnung", "Hersteller", "Grund der Warnung" und "warnende Länder" versehen sind.