Linden Lab: Second Life-Macher suchen neue Geschäftsfelder

Die virtuelle Welt Second Life hat in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends regelmäßig für Aufsehen gesorgt. In den letzten Jahren ist es jedoch ruhig um die 3D-Welt im Internet geworden. Jetzt gaben die Macher von Second Life, Linden Lab bekannt, dass man neue Geschäftsfelder erobern will.

Zwar sind die Nutzerzahlen bei Second Life nach Angaben der Betreiber stabil, doch die Konkurrenz durch andere, vergleichbare Plattform oder durch soziale Netzwerke wie Facebook ist groß. Darum will Linden Lab jetzt auch auf neue Produkte setzen, jenseits von Second Life. Das Unternehmen hat dazu das Computerspiel-Studio Little TextPeople aufgekauft.

Little TextPeople ist spezialisert auf textbasierte Spiele. Die von der Firma entwickelte Künstliche Intelligenz will sich Linden Lab für die Entwicklung eigener Produkte zu Nutze machen. So soll laut Linden Lab Vorstandschef Ron Humble „eine neue Art von digitaler Unterhaltung“ entstehen, „die den Roman zu einer Erfahrung zum miteinander geteilten Storytelling modernisiert.“

Wie genau das aussehen wird, verrät Ron Humble nicht – vielleicht ist man bei Linden Lab aber auch einfach noch nicht so weit. Denkbar wäre neben der Entwicklung neuer Spiele auch, dass die KI von Little TextPeople auch in Second Life einfließen wird.

Der Analyst Anthony Mullen ist nicht nur überzeugt, dass der Kauf von Little TextPeople eine sinnvolle Ergänzung für Linden Lab ist, sondern auch, dass Second Life und vergleichbare 3D-Welten eine Zukunft haben. Die Entwicklung von Second Life dürfte Linden Lab auf keinen Fall einstellen. Mit zunehmend besserer Technik werden auch die Grenzen, die virtuellen Welten gesetzt sind immer weiter und die Möglichkeiten immer größer.